Analyse von GBP/USD im 5-Minuten-Chart

Das Währungspaar GBP/USD bewegte sich am Montag auf dem Stundenchart in einem Seitwärtskanal. Der Kurs bleibt zwischen zwei Zonen: 1,3607–1,3615 und 1,3671–1,3681. Ein Abprall von der einen Zone führt somit zu einer Bewegung in Richtung der gegenüberliegenden Zone. Genau darauf können Trader in den kommenden Tagen setzen. Eine Trendbewegung wird sich fortsetzen, sobald der Kurs den Seitwärtskanal verlässt.
Gestern, am Montag, gab es weder in Großbritannien noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen. Wie von uns erwartet, fehlten somit die Impulse, auf die Trader hätten reagieren können. Die Volatilität während des Tages war minimal. Heute werden in Großbritannien mehrere wichtige Berichte veröffentlicht, dennoch sollte man nicht zu viel von einem Ausbruch aus der Seitwärtsphase erwarten – Trader haben in der vergangenen Woche deutlich wichtigere Daten von der anderen Seite des Atlantiks ignoriert.
Im 5-Minuten-Chart wurden am ersten Handelstag der Woche keine Handelssignale generiert. Der Kurs näherte sich nicht einmal einer der beiden Grenzen der Seitwärtsbewegung. Daher gab es keine Gründe für einen Markteintritt.
COT-Report

Die COT-Berichte für das britische Pfund zeigen, dass sich in den letzten Jahren die Stimmung der Commercial-Trader häufig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Nettopositionen der Commercial- und Non-commercial-Trader darstellen, kreuzen sich regelmäßig und liegen oft in der Nähe der Nulllinie. Aktuell nähern sich die Linien wieder an, wobei die Non-commercial-Trader weiterhin mit … Verkäufen dominieren. In letzter Zeit haben Spekulanten ihre Long-Positionen jedoch aktiv ausgebaut, sodass es bald zu einem Stimmungswechsel kommen könnte, der das Währungspaar GBP/USD allerdings nicht besonders stark beeinflusst.
Der Dollar verliert weiterhin an Wert, was auf die Politik von Donald Trump zurückzuführen ist, wie im Wochenchart (Abbildung oben) deutlich zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und die Federal Reserve wird in jedem Fall in den kommenden 12 Monaten die Zinsen senken. Die Nachfrage nach dem Dollar wird zwangsläufig zurückgehen. Dem jüngsten COT-Bericht (Stand: 10. Februar) für das britische Pfund zufolge hat die Gruppe der „Non-commercial“ 6.500 Kaufkontrakte geschlossen und 5.300 Verkaufskontrakte eröffnet. Damit verringerte sich die Nettoposition der Non-commercial-Trader innerhalb einer Woche um 11.800 Kontrakte.
Im Jahr 2025 legte das Pfund deutlich zu, allerdings sollte man verstehen, dass dies ausschließlich auf Trumps Politik zurückzuführen war. Sobald dieser Faktor wegfällt, könnte der Dollar wieder zu steigen beginnen. Wann das allerdings der Fall sein wird, weiß niemand.
Analyse von GBP/USD im 1-Stunden-Chart (1H)

Im Stundenchart hat das GBP/USD‑Paar den Abwärtstrend durchbrochen, sodass nun mit einem kurzfristigen Anstieg zu rechnen ist. In letzter Zeit haben bestimmte Ereignisse jedoch das Wachstum der britischen Währung gebremst bzw. den Dollar unterstützt. Viele Datenpunkte wurden vom Markt schlicht ignoriert. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass das britische Pfund mittelfristig steigen wird, während die US‑Währung nachgibt. Derzeit hat sich im Paar jedoch eine Seitwärtsbewegung (Flat) gebildet.
Für den 17. Februar heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3201–1,3212, 1,3307, 1,3369–1,3377, 1,3437, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763, 1,3846–1,3886, 1,3948. Die Senkou Span B‑Linie (1,3676) und die Kijun-sen‑Linie (1,3607) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, das Stop‑Loss‑Niveau auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku‑Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Dienstag stehen im Vereinigten Königreich Daten zur Arbeitslosigkeit, zu Arbeitslosenanträgen und zu Löhnen auf dem Kalender. Wir betrachten diese Veröffentlichungen nicht als Berichte, die die Stimmung der Trader besonders stark beeinflussen. Der Markt verharrt in einer Seitwärtsphase, und selbst Berichte dieser Größenordnung könnten die Intraday‑Bewegung des Paares kaum spürbar beeinflussen. Der US‑Konjunkturkalender ist leer.
Handelsempfehlungen:
Heute können Trader Short‑Positionen mit einem Ziel bei 1,3533–1,3548 in Erwägung ziehen, sofern sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,3607–1,3615 festigt. Long‑Positionen werden mit einem Ziel bei 1,3671–1,3681 relevant, falls der Kurs von der Zone 1,3607–1,3615 nach oben abprallt.
Erklärungen zu den Abbildungen:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus – dicke rote Linien, an denen die Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen von Handelssignalen.
Kijun-sen‑ und Senkou Span B‑Linien – Linien des Ichimoku‑Indikators, die vom 4‑Stunden‑Chart auf den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen von Handelssignalen.
Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
Indikator 1 in den COT‑Diagrammen – die Größe der Netto‑Position jeder Händlerkategorie.