EUR/USD
Das war es. Mario Draghi hat die letzte Sitzung als Chef der Europäischen Notenbank geleitet. In seiner Rede hat er wie erwartet hohe Risiken für die Eurozone erwähnt und auch angekündigt, dass aktuelle weiche Politik diese abdecken kann. Die Rede wurde im Allgemeinen als neutral eingeschätzt. Der Index der Einkaufsmanager des verarbeitenden Gewerbes (PMI) der Eurozone blieb stabil bei 45,7, verglichen mit einem erwarteten leichten Anstieg auf 46,0. Der PMI für Dienstleistungen ist von 51,6 bis auf 51,8 gestiegen, verfehlte aber die Erwartungen von 51,9. Die Wirtschaftsdaten aus den USA sind als schwach erwiesen: der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter ist im September um 1,1% gefallen (Prognose war -0,5%) und die Zahl der Verkäufe neuer Häuser ist um 0,7% gestiegen. Der Markit-PMI für die US-Industrie ist im Oktober von 51,1 bis auf 51,5 gestiegen, der Services PMI entsprach den Erwartungen und ist bis auf 51,0 gegenüber 50,9 im Vormonat gestiegen. Der Euro hat den Tag mit einem Rückgang von 25 Punkten geschlossen. Die Positionen werden offenbar wegen der Abschiedsrede von Mario Draghi in zweiten Etappen geschlossen. Die erste Etappe war am Donnerstag.

Auf dem Tageschart hat der Preis den Fibonacci-Level von 110,0% (1.1155) überwunden und ist unter die Linie des blauen Preiskanals zurückgegangen. Die Signallinie des Oszillators Marlin geht sicher abwärts und kann als Zeichen für eine Trendwende nicht betrachtet werden. Das nächstliegende Kursziel von 1.1074 entspricht dem Fibonacci-Level von 123,6%. Der jeweilige Level fällt mit den historischen Wendezonen (Mitte September und Ende August liegen am nächsten) zusammen und wenn sich der Preis darunter festsetzt, wird sich die Abwärtsbewegung in Richtung der Kruzenshtern-Linie bei 1.1025 mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzten.

Auf dem vierstündigen Chart hat sich der Preis unter der Bilanzlinie und der Kruzenshtern-Linie festgesetzt. Der Marlin ist in die Zone der Abwärtstendenz eingetreten. Die Ziellevels sind markiert.