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Technische Daten:
Der große Kanal der linearen Regression: Richtung – abwärts.
Der kleine Kanal der linearen Regression: Richtung – aufwärts.
Gleitender Durchschnitt – abwärts.
CCI: -149.6726
Sehr geehrte Trader, wir steigen in die letzte Handelswoche im Oktober 2019 ein. Dem Euro ist es gelungen, den Gleitenden Durchschnitt zu überwinden, und das Paar EUR/USD hat somit eine Abwärtstendenz erhalten. Die Volatilität hat sich nicht geändert, aber Ende letzter Woche ist sie jedoch etwas gestiegen. Wir sind doch überzeugt, dass Trader die meisten Wirtschaftsberichte, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, nicht berücksichtigt haben. Die Marktteilnehmer haben eigentlich nur auf die Rede von dem EZB-Chef Mario Draghi reagiert. Seine achtjährige Amtszeit wird schon in wenigen Tagen zu Ende gehen und bei der letzten Sitzung hat Draghi eine weitere Zinssenkung aufgekündigt. Andere Konjunkturdaten aus der EU sowie die Wirtschaftsstatistiken aus den USA haben sich auch als schwach erwiesen. Nur der Einkaufsmanagerindex (PMI) für Dienstleistungen und Markit PMI sind nicht so enttäuschend ausgefallen, aber auch hier sind die Daten vorläufig. Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter sind überraschend stark gesunken.
Am heutigen Montag hält Mario Draghi wieder eine Rede, diesmal anlässlich seiner Amtsübergabe an Christine Lagarde. Wie immer rechnen die Trader damit, dass Draghi entweder sich negativ und dovish ausspricht oder das Thema der EU-Wirtschaft und der EZB-Geldpolitik überhaupt nicht erwähnt. Als Folge bringt jede Rede von Draghi nur potenzielle Hindernisse für die europäische Wahrung, obwohl er vor acht Jahren angekündigt hat, die EZB werde alles tun, um den Euroraum zusammenzuhalten. Seitdem hat sich die Wirtschaftssituation völlig geändert und wegen des Handelskrieges spricht alles dafür, dass die Weltwirtschaft eine Stagnation und oder eine ausgeprägte erleben kann. Auf solche Weise muss man sich alle Mühe geben, um die Wirtschaft zu stärken und die Wettbewerbsstellung der exportierten Güter zu steigern. Billige Wahrungen sind hier von großer Bedeutung und die EU sowie China verstehen das ganz gut. Es scheint also sinnlos zu sein, den Euro zu retten. Man kommt als Folge zum Schluss, dass die EZB danach nicht strebt. Was wird Mario Draghi ankündigen? Sicher nichts Neues. Auf jeden Fall empfehlen wir den Tradern, seinen Drohungen nicht zu vertrauen. Am 1. November wird Christine Lagarde seinen Kollegen an der Spitze der Notenbank ablösen. Der bevorstehende Wechsel wird von mehren Experten für einen guten Zeitpunkt gehalten, um die geldpolitischen Weichen neu zu stellen. Lagarde unterscheidet sich stark von Mario Draghi und lässt eine insgesamt vernünftige Geldpolitik bei niedrigen Zinsen erwarten.
Neben dem Abschied von dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem EZB-Chef Mario Draghi liegt der Fokus dieser Woche bei der Fed-Sitzung. Die Trader werden schließlich erfahren, ob der Leitzins zum dritten mal in Folge gesenkt wird. Der ganze Handel wird bis zum Mittwoch davon abhängen. Die Experten erwarten eine Senkung um 25 Basispunkte auf dann 1,50 bis 1,75 Prozent. Wir glauben, dass Jerome Powell auf Meinung von Donald Trump horcht, der Ende letzter Woche die US-Notenbank erneut scharf kritisiert hat. Außerdem verhageln schwache US-Konjunkturdaten die Stimmung weiter. Wenn der Leitzins jedoch gesenkt wird, wird das vor allem die amerikanische Wahrung negativ beeinflussen.
Technisch kann das Paar EUR/USD die Abwärtsbewegung fortsetzen, weil uns keine wichtigen Wirtschaftstermine und Berichte aus den USA sowie der EU bis an die Bekanntgabe der Fed-Entscheidung bevorstehen. Nur die Rede von Mario Draghi bleibt noch im Fokus. Der kleine Kanal der linearen Regression unterstützt die Abwärtstendenz. Der Heiken Ashi weist auf die Bewegung nach unten hin.
Die nächstliegenden Unterstützungslevels:
S1 – 1,1047
S2 – 1,0986
S3 – 1,0925
Die nächstliegenden Widerstandslevels:
R1 – 1,1108
R2 – 1,1169
R3 – 1,1230
Handelsempfehlungen:
Das Währungspaar EUR/USD setzt die Abwärtsbewegung fort. Auf solche Weise ist es heute empfehlenswert, das Paar mit dem folgenden Ziel zu verkaufen: der Murray Level «5/8» - 1,1047. Bis zum Ziel bleiben noch etwa 30 Punkte, die für einen Handelstag mit hoher Wahrscheinlichkeit überwunden werden. Die Trader können das sogar schaffen, wenn es nicht viele Nachrichten zu erwarten sind. Der Kauf von Euro ist erst empfehlenswert, wenn sich der Preis über dem Gleitenden Durchschnitt mit einem Ziel von 1,1169 (der Murray Level «7/8») festsetzt.
Neben dem technischen Bild sind die Fundamentaldaten und die Zeit der Bekanntgabe auch zu berücksichtigen.
Kommentare zu Abbildungen:
Der große Kanal der linearen Regression – blaue Linien der einseitigen Bewegung.
Der kleine Kanal der linearen Regression – lila Linien der einseitigen Bewegung.
CCI – blaue Linie im Indikatorfenster.
Gleitender Durchschnitt – blaue Linie auf dem Preischart.
Murray Levels – bunte waagerechte Streifen.
Heiken Ashi – ein Indikator, der die Bars blau oder lila färbt.
Mögliche Bewegungsrichtung:
Rote und grüne Pfeile.