EUR/USD
Die gestrige EZB-Sitzung war langweilig, wie es erwartet wurde. Die BIP-Prognose wurden etwas schwächer bekannt gegeben: 1,1% für das laufende Jahr gegenüber 1,2% im Vorjahr und 1,4% für das nächste Jahr. Die begleitete Rede von Christine Lagarde war ebenfalls neutral, sie identifizierte die Wirtschaft als stillstehend nach der vorherigen Abschwächung. Dies genügte jedoch für die Investoren, um optimistisch zu sein (keine Negativität bedeutet schon eine Positivität), insbesondere vor dem Hintergrund des unkontrollierbaren Wachstums des britischen Pfunds. Der Euro wurde innerhalb des Bereichs von 50 Punkten gehandelt. Er steigt heute um weitere 60 Punkte in der asiatischen Session an.
Gestern veröffentlichte der US-Präsident Trump eine Mitteilung, dass ein Handelsabkommen mit China nah ist. Es gab Gerüchte, dass die für den 15. Dezember geplanten Zollerhöhungen für chinesische Waren nicht eingeführt werden. Wenn das Abkommen abgeschlossen wird, kann es in Zukunft als Sieg der Vereinigten Staaten in einem Handelskrieg angesehen werden, bzw. die Nachfrage nach Dollar wird steigen.

In der aktuellen Situation liegt das Ziel des Euros beim Fibonacci-Niveau von 100,0%-1.1215 (der Tiefwert vom 12. November 2018). Die Überwindung des Niveaus ermöglicht das zweite Ziel bei 1.1250 (der Hochwert vom 6. August 2019). Eine weitere Aufwärtsbewegung ist zweifelhaft. Man muss jedoch den Montag erwarten, wenn die Frage zum Abkommen gelöst wird.

Auf dem H4-Chart tendiert der Preis aufwärts. Wir erwarten den Anstieg zum Niveau von 1.1215.