EUR/USD
Am Dienstag verlor der Euro 66 Punkte und zeigte die Absicht, die Unterstützung der verschachtelten Linie des Preiskanals auf dem Monatschart bei 1.0595 zu erreichen. Der Preis behauptete sich unter der Bilanzlinie und der Kruzenshtern-Linie, der Marlin Oszillator stieg in die Zone der Abwärtstendenz ein.

Auf dem vierstündigen Chart behauptete sich auch unter der Bilanzlinie und der Kruzenshtern-Linie, der Marlin Oszillator liegt in der Zone der Abwärtstendenz. Wir erwarten weitere Abwärtsbewegung. Man kann die Positionen ab den aktuellen Niveaus mit der Stop Loss Order bei 1.0890 eröffnen.

Der allgemeine politische Hintergrund bleibt unverändert und wird zugunsten des Dollars verstärkt. Gestern hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die Bundesbank die Ankäufe der Staatsanleihen stoppen wird, bis die EZB die Notwendigkeit solcher Ankäufe nachweisen kann. Heute werden Daten zum Auftragseingang in der Industrie in Deutschland für März veröffentlicht. Die Prognose liegt bei minus 10,0% gegenüber minus 1,4% im Februar. Die Prognose für den Einzelhandelsumsatz in der Eurozone liegt bei minus 10,5 / minus 11,2%. Der Einkaufsmanagerindex der Eurozone für den laufenden Monat wird voraussichtlich von 26,4 auf 11,7 Punkte fallen.
Heute wird die ADP Beschäftigungsänderung für April veröffentlicht. Die Prognose liegt bei minus 20,5 Millionen. Aber hier kann die allgemeine Marktregel gelten: wenn alles auf dem Markt schlecht ist, muss man den US-Dollar kaufen. Als positiver Faktor für den Dollar gilt auch das Versprechen von Donald Trump, die Steuern im Kampf gegen die nationale Krise wieder zu senken. Außerdem haben die Vereinigten Staaten beschlossen, China für Verbreitung des Coronavirus verantwortlich zu machen, was im Wesentlichen eine direkte Erklärung des Handelskrieges ist. Und wie die Geschichte im vergangenen Jahr zeigt, stärkt der Handelskrieg den Dollar.