EUR/USD
Gestern erholte sich der Euro um 94 Punkte aufgrund der gegenteiligen Faktoren: einerseits stieg der Ölpreis um 10,5% auf 32,83 Dollar, damit erhöhte sich der allgemeine Risikoappetit. Andererseits traf die EU-Sitzung die Entscheidung über das Hilfspaket die durch das Virus betroffenen Sektoren und Regionen, das halb so hoch wie erwartet ist: 500 Milliarden gegenüber dem erwarteten 1 Billion. Darüber hinaus stellt das Hilfspaket keine direkte Hilfe dar. Es handelt sich um einen Fonds, was zusätzliche bürokratische Schwierigkeiten schafft. In diesem Fall wirkte sich der erwartete, aber nicht realisierte Optimismus auf den Markt aus, d.h. der Euro wuchs aufgrund von Spekulationen. Der Anstieg erfolgte bei dem Handelsvolumen, das dem Volumen vom Freitag entspricht, was den spekulativen Charakter des gestrigen Wachstums auf dem Markt, der dünn wird, indirekt bestätigt.

Auf dem Tageschart erreichte der Preis die Linie des Preiskanals, die etwas höher der Kruzenshtern-Linie liegt. Der Marlin Oszillator steigt in der Zone der positiven Zahlen, sodass das Paar über das Wachstumspotenzial verfügt. Die Überwindung des gestrigen Hochstands kann den Euro zur Obergrenze des anderthalbmonatigen Handelsbereichs von 1.0767-1.0995.
Die Preiswende ist ab aktuellen Niveaus möglich. In diesem Fall kehren die Indikatoren zum Abwärtstrend zurück, der Euro richtet sich auf die Untergrenze des Bereichs von 1.0767.

Auf dem vierstündigen Chart entwirrt sich die Situation nicht. Der Preis liegt über den Indikatorlinien, der Marlin Oszillator befindet sich in der Aufwärtszone. Wenn die Spekulationen abgekühlt werden, kann man wirkliche Absicht des Markts verstehen.