EUR/USD
Der gestrige Versuch des Euros, die Unterstützung bei 1.1265 zu überwinden, war erfolglos. Die BIP-Daten der Eurozone für das 1. Quartal wurden etwas besser als erwartet ausgefallen: die Prognose lag bei minus 3,8%, die veröffentlichten Daten zeigten minus 3,6%. Im Jahresvergleich wurde der Indikator von minus 3,2% auf 3,1% revidiert. Heute wird die Sitzung der Fed stattfinden, die uneinheitliche Erwartungen der Investoren hervorruft. Insbesondere zweifeln die Anleger auf die Kontrolle der "Zinsstrukturkurve" für Staatsanleihen.
Daher kann die anhaltende Lockerung der Geldpolitik (oder der Anschein, dass solche Lockerung fortgesetzt wird, was höchstwahrscheinlich ist, da die Fed das Ankaufsvolumen seit langem reduziert hat) den Anstieg des Euros fortsetzen. Als die nächstliegenden Ziele gelten hier die Niveaus von 1.1416 und von 1.1495. Die Verschärfung der Geldpolitik können den Euro unter das Niveau von 1.1265 treiben. In diesem Fall werden die bärischen Ziele festgelegt: bei 1.1200 und bei 1.1125.
Auf dem vierstündigen Chart konsolidiert sich der Preis auf dem Zielniveau von 1.1342, das der Preis am 5. Juni nicht überwunden hat. Der zweite Versuch kann erfolgreich sein. Den Hauptindikatoren zufolge ist die Situation vollständig aufwärts gerichtet. Es ist auch bemerkenswert, dass die gestrige Preiswende ab der Kruzenshtern-Linie erfolgt hat, was als noch ein Faktor zugunsten von dem Euro dient. Die Situation wird gelöst, nachdem die Fed die Zinsentscheidung und die mittelfristigen Konjunkturprognosen bekannt gegeben hat.
Auf dem H1-Timeframe zeichnet sich die Situation als neutral ab, was die Unsicherheit bestätigt.