Gestern fiel der S&P 500 Aktienindex um 0,92%, Öl um 0,74% und Gold um 0,93%. Aus technischer Sicht wird die Situation zunehmend kritisch. Die Märkte könnten noch vor den US-Wahlen einen Abschwung erleben. An diesem Wochenende werden in Japan Parlamentswahlen abgehalten, die sehr wahrscheinlich keine klaren Führungskräfte hervorbringen und zur Bildung einer technischen (Koalitions-)Regierung führen, was Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Reformen aufwirft. Gestern verlor der Nikkei 225 um 0,87%; am Dienstag fiel er um 1,39%. Der Euro könnte ohne jegliche Korrekturen weiter im Sinkflug bleiben.
Wenn wir uns das wöchentliche Euro-Chart ansehen, zeigt sich ein düsteres Bild (Ziel 1,0385). Dennoch ist der Euro noch nicht gebrochen.
Gestern testete ein neutraler Marlin-Oszillator das Unterstützungsniveau bei 1.0777—dem Tiefststand von August. Heute Morgen steigt der Oszillator und versucht, den Preis von der Unterstützung abzuheben. Der Preis wird auch durch das Niveau des Höchststands vom Mai 2022 gestützt. Er könnte potenziell auf 1.0882 steigen.
Eine Konsolidierung über der MACD-Linie im Vier-Stunden-Chart, oberhalb der Marke von 1,0805, würde die Absicht des Preises bestätigen, in eine Korrektur überzugehen. Die Konvergenz zwischen dem Preis und dem Oszillator hat sich neu gebildet und verstärkt. Sollte der Preis unter 1,0777 fallen, wird der Rückgang bis zum nächsten Ziel von 1,0724 fortgesetzt.