Analyse der Freitagstrades
1-Stunden-Chart des GBP/USD

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Freitag seine Abwärtsbewegung fort, was sowohl durch das technische Bild als auch durch die vorherrschende Marktsituation vollkommen gerechtfertigt war. Zur Erinnerung: Der Dollar war über einen längeren Zeitraum hinweg gefallen, was ausschließlich auf einen Faktor zurückzuführen war — Donald Trumps protektionistische Politik. Alle anderen Faktoren wurden weitgehend ignoriert. Am Mittwochabend wurde jedoch klar, dass die Federal Reserve angesichts der jüngsten Entwicklungen nicht die Absicht hat, die Zinsen aggressiv zu senken und weiterhin nicht mehr als zwei Zinssenkungen plant — genau wie es im letzten Jahr angekündigt wurde. Zudem sieht die Fed derzeit keine Probleme mit der US-Wirtschaft. Daher war der US-Dollar ohne stichhaltige Begründung zu stark und zu lange gefallen. Somit ist der aktuelle Rückgang des Paares völlig logisch, zumindest als Teil einer korrektiven Bewegung. Natürlich könnte es zu optimistisch sein, kurzfristig eine Fortsetzung der breiteren 6-monatigen und 16-jährigen Abwärtstrends zu erwarten, aber diese Trends bestehen weiterhin.
5M-Diagramm von GBP/USD

Am Freitag wurden im 5-Minuten-Zeitrahmen zwei Handelssignale gebildet, aber es lohnte sich kaum, auf sie zu reagieren. Erstens war die Tagesvolatilität niedrig. Zweitens traten beide Signale nur wenige Stunden vor Marktschluss auf. Wären dies starke, eindeutige Signale gewesen, hätte es vielleicht einen Grund gegeben, auf sie zu reagieren. Doch das war nicht der Fall.
Handelsstrategie für Montag:
Im Stundenzeitrahmen hätte das GBP/USD-Paar längst einen Abwärtstrend beginnen sollen, aber Trump verhindert dies immer wieder. Wir erwarten immer noch, dass das Pfund mittelfristig in Richtung der 1,1800-Marke fällt, obwohl unklar ist, wie lange der "Trump-gesteuerte" Rückgang des Dollars andauern wird. Sobald diese Bewegung endet, könnte sich das technische Bild auf allen Zeitrahmen dramatisch ändern; der langfristige Trend deutet jedoch immer noch nach unten. Das britische Pfund ist nicht grundlos gestiegen, jedoch ist es erneut zu stark und irrational angestiegen.
Das technische Setup im Stundenchart deutet darauf hin, dass das GBP/USD-Paar am Montag weiter fallen könnte. Das Pfund ist erneut überkauft und ungerechtfertigt teuer.
Im 5-Minuten-Chart sind die relevanten Handelsmarken: 1.2301, 1.2372–1.2387, 1.2445, 1.2502–1.2508, 1.2547, 1.2613, 1.2680–1.2685, 1.2723, 1.2791–1.2798, 1.2848–1.2860, 1.2913, 1.2980–1.2993, 1.3043, 1.3102–1.3107. Am Montag werden in Großbritannien und den USA die PMI-Daten für Dienstleistungen und Herstellung veröffentlicht. Diese sind relativ bedeutend, jedoch wirken sie sich eher lokal als breit auf die Marktstimmung aus.
Wichtige Regeln des Handelssystems:
- Signalstärke: Je kürzer die Zeit ist, in der sich ein Signal bildet (Abprall oder Durchbruch), desto stärker ist das Signal.
- Falsche Signale: Wenn zwei oder mehr Trades in der Nähe eines Levels zu falschen Signalen führen, sollten nachfolgende Signale von diesem Level ignoriert werden.
- Seitwärtsmärkte: In flachen Bedingungen können Paare viele falsche Signale generieren oder gar keine. Besser ist es, bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtsmarktes den Handel einzustellen.
- Handelszeiten: Öffnen Sie Trades zwischen Beginn der europäischen und Mitte der US-Sitzung, und schließen Sie dann alle Trades manuell.
- MACD-Signale: Im Stundenzeitrahmen handeln Sie MACD-Signale nur während Perioden guter Volatilität und eines klaren Trends, bestätigt durch Trendlinien oder Trendkanäle.
- Nahe beieinanderliegende Levels: Wenn zwei Levels zu nah beieinander liegen (5–20 Pips auseinander), behandeln Sie sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone.
- Stop Loss: Setzen Sie einen Stop Loss auf den Break-even-Punkt, nachdem sich der Preis 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat.
Wichtige Elemente des Charts:
Unterstützungs- und Widerstandslevel: Dies sind Zielmarken zum Eröffnen oder Schließen von Positionen und können auch als Punkte zum Platzieren von Take-Profit-Orders dienen.
Rote Linien: Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
MACD-Indikator (14,22,3): Ein Histogramm und eine Signallinie, die als ergänzende Quelle für Handelssignale dienen.
Wichtige Ereignisse und Berichte: Aufgeführt im Wirtschaftskalender, können diese die Preisbewegungen stark beeinflussen. Seien Sie vorsichtig oder verlassen Sie den Markt während deren Veröffentlichung, um scharfe Umkehrungen zu vermeiden.
Forex-Handelsanfänger sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein wird. Die Entwicklung einer klaren Strategie und das Praktizieren einer sorgfältigen Geldverwaltung sind entscheidend für den langfristigen Handelserfolg.