Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit der europäischen Währung
Der Test der 1,1680-Marke erfolgte, als der MACD-Indikator bereits weit unter die Nulllinie gefallen war, was das Abwärtspotenzial des Paares beschränkte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft. Ein zweiter Test der 1,1680 fand kurz darauf statt, als der MACD im überverkauften Bereich lag, was zur Umsetzung von Kaufszenario Nr. 2 für den Euro führte. Dennoch zeigte das Paar auch in diesem Fall keine bedeutende Aufwärtsbewegung.
Der Euro steht weiterhin unter negativem Druck durch mehrere Faktoren: ein Mangel an Wirtschaftsinformationen aus der Eurozone nach der Ferienzeit sowie verstärkte geopolitische Spannungen angesichts der Lage in Venezuela. Unvorhersehbare Äußerungen des US-Präsidenten Trump tragen zusätzlich zur globalen wirtschaftlichen Unsicherheit bei. Marktteilnehmer sind gezwungen, das Risiko neuer Konflikte oder Änderungen in der US-Politik einzukalkulieren, was zu einer erhöhten Nachfrage nach dem US-Dollar führt.
In der zweiten Tageshälfte wird die Veröffentlichung des US ISM Manufacturing PMI das Schlüsselereignis sein. Die Erwartung positiver ISM-Daten übt zusätzlichen Abwärtsdruck auf die europäische Währung aus und hebt die relative Widerstandskraft der US-Wirtschaft im Vergleich zur europäischen hervor. Eine Verbesserung der US-Industrieaktivität könnte weiteres Wirtschaftswachstum signalisieren und die Attraktivität des Dollars steigern. Dies könnte wiederum zu Kapitalabflüssen aus der Eurozone und einem Rückgang des EUR/USD-Kurses führen.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 verlassen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist es möglich, den Euro zu kaufen, wenn der Preis das Niveau von etwa 1,1697 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Ziel auf ein Wachstum in Richtung 1,1723. Bei 1,1723 plane ich, den Markt zu verlassen und auch den Euro in der entgegengesetzten Richtung zu verkaufen, wobei ich eine Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt erwarte. Ein starker Anstieg des Euros kann nur nach schwachen US-Daten erwartet werden. Wichtig! Vor dem Kauf sollte der MACD-Indikator über der Nulllinie sein und gerade beginnen, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute auch, den Euro im Falle von zwei aufeinanderfolgenden Tests des Preisniveaus von 1,1675 zu kaufen, während der MACD-Indikator sich im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer bullischen Marktwende führen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1697 und 1,1723 kann erwartet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Preis das Niveau von 1,1675 erreicht hat (die rote Linie im Chart). Das Ziel wird 1,1650 sein, wo ich den Markt verlassen und sofort in der entgegengesetzten Richtung kaufen möchte (erwarte eine Bewegung von 20–25 Punkten in der entgegengesetzten Richtung von diesem Niveau aus). Starker Druck auf das Paar kann jederzeit zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf sollte der MACD-Indikator unter der Nulllinie sein und gerade beginnen, davon abzufallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute auch, den Euro im Falle von zwei aufeinanderfolgenden Tests des Preisniveaus von 1,1697 zu verkaufen, während der MACD-Indikator sich im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer bärischen Marktwende führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1675 und 1,1650 kann erwartet werden.

Was auf dem Chart zu sehen ist:
- Dünne grüne Linie – Einstiegspreis, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – geschätzter Preis, bei dem Take-Profit-Aufträge platziert oder Gewinne manuell gesichert werden können, da weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegspreis, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – geschätzter Preis, bei dem Take-Profit-Aufträge platziert oder Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – Beim Eintritt in den Markt ist es wichtig, sich auf überkaufte und überverkaufte Zonen zu verlassen.
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten extrem vorsichtig bei Entscheidungen über den Markteinstieg sein. Vor großen fundamentalen Berichten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Falls Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Aufträge, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Loss-Aufträge können Sie Ihr gesamtes Kapital sehr schnell verlieren – insbesondere, wenn Sie kein angemessenes Risikomanagement betreiben und große Volumen handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie den oben vorgestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler eine von Natur aus verlustreiche Strategie.