Handelsanalyse und Trading-Tipps für die europäische Währung
Der Test des Preisniveaus von 1,1695 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator bereits deutlich über der Nulllinie lag, was das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft. Der zweite Test von 1,1695 fand statt, als der MACD im überkauften Bereich war, was zur Umsetzung von Verkaufs-Szenario Nr. 2 führte. Infolgedessen fiel das Paar um 15 Punkte.
Das unzureichende Wachstumstempo im Privatsektor der USA, das gestern durch den ADP-Bericht präsentiert wurde, verhinderte, dass der Dollar sein Wachstumspotenzial gegenüber dem Euro ausschöpfen konnte. Marktteilnehmer hatten wahrscheinlich eine stärkere Bestätigung der Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes erwartet, nach dem starken Rückgang im November. Die aktuelle Situation schafft ein gewisses Maß an Unsicherheit, was die Händler dazu zwingt, eine abwartende Haltung einzunehmen. Die schwachen makroökonomischen Daten von gestern könnten auf eine Verlangsamung des Wachstums des US-Arbeitsmarktes hindeuten, was Druck auf die Landeswährung ausübt und den Druck auf die Federal Reserve erhöht.
Heute werden die wichtigen makroökonomischen Indikatoren der Eurozone im Fokus stehen. Die Aufmerksamkeit wird sich auf den Index richten, der die Entwicklung der Erzeugerpreise in der Eurozone widerspiegelt. Dieser Indikator gibt Aufschluss über die Intensität des inflationären Wachstums in der Wirtschaft der Region und folglich über mögliche Maßnahmen der Europäischen Zentralbank. Steigende Erzeugerpreise könnten darauf hinweisen, dass seitens der EZB-Vertreter eine vorsichtigere Haltung erforderlich ist. Auch die Arbeitslosenquote in der Eurozone wird von Bedeutung sein. Stabilität oder ein Rückgang dieses Indikators würde auf einen gesunden Arbeitsmarkt und dessen Fähigkeit hinweisen, potenzielle wirtschaftliche Schocks abzufedern. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit könnte ein Warnsignal sein und bei den Händlern negative Stimmung gegenüber dem Euro hervorrufen.
Was die Tagesstrategie angeht, werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung von Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Preis das Niveau von 1,1693 erreicht (grüne Linie im Chart) mit einem Ziel auf einen Anstieg in Richtung des Niveaus von 1,1715. Bei 1,1715 plane ich den Markt zu verlassen und auch den Euro in die entgegengesetzte Richtung zu verkaufen, um eine Bewegung von 30–35 Punkten ab dem Einstiegspunkt anzustreben. Ein Anstieg des Euro kann nach starken Daten erwartet werden. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Null-Linie liegt und gerade anfängt, davon zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute auch, den Euro zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests des Preisniveaus von 1,1677 gibt, während der MACD-Indikator im überverkauften Bereich ist. Dies würde das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung der entgegengesetzten Niveaus von 1,1693 und 1,1715 kann erwartet werden.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Preis das Niveau von 1,1677 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel wird das Niveau von 1,1655 sein, wo ich den Markt verlassen und sofort in die entgegengesetzte Richtung kaufen möchte, um eine Bewegung von 20–25 Punkten von diesem Niveau zu erreichen. Der Druck auf das Paar könnte heute nur nach sehr schwachen Wirtschaftsdaten zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Null-Linie liegt und gerade anfängt, davon zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute auch, den Euro zu verkaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests des Preisniveaus von 1,1693 gibt, während der MACD-Indikator im überkauften Bereich ist. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr des Marktes führen. Ein Rückgang in Richtung der entgegengesetzten Niveaus von 1,1677 und 1,1655 kann erwartet werden.

Was auf dem Chart gezeigt wird
- Dünne grüne Linie – Einstiegspreis, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – prognostiziertes Kursniveau, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell gesichert werden können, da weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegspreis, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – prognostiziertes Kursniveau, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell gesichert werden können, da weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – Beim Einstieg in den Markt ist es wichtig, sich auf überkaufte und überverkaufte Zonen zu stützen.
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten bei der Entscheidungsfindung für den Einstieg äußerst vorsichtig sein. Vor wichtigen fundamentalen Berichten ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, sollten Sie immer Stop-Loss-Orders platzieren, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihr gesamtes Guthaben verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Geldmanagement verwenden und große Volumen handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind eine von Natur aus verlustreiche Strategie für einen Intraday-Händler.