
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Montag handelt das EUR/JPY-Paar nahe bei 184,45 und zeigt ein tägliches Plus von 0,45 %, getrieben von einer Kombination aus positiven Signalen für den Euro und Schwäche beim japanischen Yen.
Der Sentix Investorenvertrauensindex für die Eurozone verbesserte sich im Januar auf -1,8 von -6,2 im Dezember und zeigt eine Erholung des Optimismus hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten der Region. Dieser Anstieg unterstreicht eine Wiederbelebung des positiven Sentiments, auch wenn der direkte Einfluss auf den Euro-Wechselkurs moderat bleibt.
Der japanische Yen gerät unter zusätzlichen Druck angesichts der Nachricht, dass Premierministerin Sanae Takaichi das Repräsentantenhaus möglicherweise bereits Ende Januar auflösen könnte, gefolgt von vorgezogenen Wahlen im Februar. Laut Kyodo News und Yomiuri kam diese Aussicht überraschend für die Märkte und verstärkt die Sorgen um eine neue Welle politischer Instabilität in Japan, was traditionell auf dem Yen lastet aufgrund seiner erhöhten Empfindlichkeit gegenüber solchen Risiken.
Die Unsicherheit rund um die Geldpolitik besteht weiterhin. Der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, bestätigte die Bereitschaft, die Zinsen weiter anzuheben, wenn inflationsbezogene Wirtschaftsindikatoren den Prognosen entsprechen. Allerdings begrenzt der Mangel an Klarheit über den Zeitpunkt eines solchen Schrittes jede Stärkung des Yen.
Als Ergebnis begünstigt das aktuelle Gleichgewicht der fundamentalen Kräfte weiterhin ein weiteres Wachstum des EUR/JPY-Paares, da die Schwäche des Yen das Fehlen starker Wachstumstreiber für den Euro deutlich überwiegt. Heute zeigt der Euro seine größte Stärke insbesondere gegenüber dem japanischen Yen unter den wesentlichen Währungsaktiva.

Aus technischer Sicht befindet sich die Unterstützung für das Paar am Schnittpunkt von drei gleitenden Durchschnitten um das Niveau von 183,50, mit der runden Marke bei 183,00 darunter. Das Paar hat bei 184,45 einen Widerstand getroffen; oberhalb dieses Niveaus könnte es sich in Richtung des Dezemberhochs bei 184,95 bewegen. Die Oszillatoren im Tageschart sind positiv und deuten darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für EUR/JPY weiterhin nach oben führt.