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FX.co ★ GBP/USD. Smart Money. Das Pfund fällt trotz positiver Nachrichten

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Analysen:::2026-01-15T18:05:41

GBP/USD. Smart Money. Das Pfund fällt trotz positiver Nachrichten

Am Donnerstag bewegt sich das GBP/USD-Paar weiterhin innerhalb des Imbalance 12-Musters – ein Muster, das entweder eine Reaktion hervorrufen oder ungültig werden sollte. Die Situation erinnert stark an EUR/USD. Es gibt praktisch keine Bewegungen, und Händler sehen keine Grundlage für Long- oder Short-Positionen. Infolgedessen stagniert das Pfund im Wesentlichen und reagiert eher auf Bewegungen des Euro als auf den Nachrichtenhintergrund. Im neuen Jahr gab es bereits mehrere Gelegenheiten, bei denen die Nachrichtenlage ernsthafte Angriffe sowohl von Bullen als auch von Bären hätte auslösen können. An Ereignissen mangelte es nicht, doch aus irgendeinem Grund erfüllte keines davon die Erwartungen der Händler. Daher sehen wir keine Bewegung, keine Reaktion auf Muster, und der Aufwärtstrend ist auf Pause.

GBP/USD. Smart Money. Das Pfund fällt trotz positiver Nachrichten

Derzeit bleibt das bullische Muster Imbalance 12 das einzige tragfähige Muster. Sollte es ungültig werden, wird dies nicht zu einer sofortigen Aufhebung des bullischen Trends führen, sondern lediglich den nächsten Aufstieg des Pfund verzögern. Dieses Muster kann unterhalb der 1.3356-Marke als ungültig betrachtet werden.

Das aktuelle Chartbild gestaltet sich folgendermaßen: Der Aufwärtstrend beim Pfund kann als abgeschlossen betrachtet werden, während der Aufwärtstrend beim Euro nicht als beendet gilt. Sowohl der Euro als auch das Pfund können weiterhin neue bullische Signale innerhalb des aktuellen Trends ausbilden, aber mit dem derzeitigen Aktivitätsniveau des Marktes wird das eine herausfordernde Aufgabe sein. Donald Trump hat erneut dem Dollar einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber die Reaktion der Händler darauf war sehr oberflächlich. Daher erwarte ich weiterhin ein Wachstum des britischen Pfunds, aber ein solches Wachstum wird nur dann eintreten, wenn der Markt beginnt, Ereignisse, Nachrichten und Berichte zu verarbeiten.

Am Donnerstag erfuhren Händler, dass die britische Wirtschaft im November um 0,3% gewachsen ist, was die Markterwartungen von 0,2% übertraf. Die Industrieproduktion stieg im November um 1,1% gegenüber einer Prognose von 0,1%. Meiner Ansicht nach hätten diese beiden Berichte den Bullen erlauben können, einen Angriff zu starten, aber erneut haben wir nichts dergleichen erlebt. Der Euro ignorierte ebenfalls BIP-Berichte aus Deutschland und Daten zur Industrieproduktion aus der Europäischen Union.

In den Vereinigten Staaten bleibt der allgemeine Nachrichtenhintergrund so, dass nichts anderes als ein langfristiger Rückgang des Dollars zu erwarten ist. Die Situation in den USA bleibt ziemlich schwierig. Der Shutdown dauerte anderthalb Monate, und Demokraten und Republikaner haben nur bis Ende Januar eine Finanzierung vereinbart, was gerade einmal drei Wochen entfernt ist. Die Arbeitsmarktstatistiken der USA enttäuschen weiterhin. Die letzten drei FOMC-Sitzungen endeten mit dovishen Entscheidungen, und die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass die Pause in der geldpolitischen Lockerung nur von kurzer Dauer sein wird. Trumps militärische Aggression, Drohungen gegen Dänemark, Mexiko, Kuba und Kolumbien sowie die Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen gegen Jerome Powell ergänzen das gegenwärtige Bild in den USA perfekt. Meiner Ansicht nach haben die Bullen alles, was sie brauchen, um eine neue Offensive zu starten und zu den Hochs des letzten Jahres zurückzukehren.

Ein bärischer Trend würde einen starken und stabilen positiven Nachrichtenhintergrund für den Dollar erfordern, was unter Donald Trump schwer zu erwarten ist. Darüber hinaus benötigt der US-Präsident selbst keinen starken Dollar, da in diesem Fall die Handelsbilanz defizitär bleiben würde. Daher glaube ich weiterhin nicht an einen bärischen Trend für das Pfund, trotz des recht starken Rückgangs im September und Oktober. Zu viele Risikofaktoren lasten weiterhin wie ein totes Gewicht auf dem Dollar. Wie sollen die Bären das Pfund weiter nach unten drücken, wenn angeblich ein bärischer Trend entsteht? Sollten neue bärische Muster auftreten, könnte ein potenzieller Rückgang des Pfunds neu bewertet werden, aber momentan gibt es keine.

Nachrichtenkalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

  • Vereinigte Staaten – Veränderung der Industrieproduktion (14:15 UTC)

Am 16. Januar enthält der Wirtschaftskalender einen „zweitrangigen“ Eintrag. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung am Freitag wird schwach sein.

GBP/USD Prognose und Handelstipps:

Für das Pfund bleibt das Bild für Händler günstig. Vier bullische Muster wurden herausgearbeitet, Signale wurden gebildet, und Händler können Long-Positionen halten. Ich sehe keine informativen Gründe für einen starken Rückgang des Pfunds in naher Zukunft.

Eine Wiederaufnahme des bullischen Trends könnte schon im Bereich von Imbalance 1 erwartet werden. An dieser Stelle hat das Pfund auf Imbalance 1, Imbalance 10, Imbalance 11 und Imbalance 12 reagiert. In naher Zukunft könnte ein weiteres bullisches Signal innerhalb von Imbalance 12 entstehen. Als Ziel für potenzielles Wachstum betrachte ich die Marke von 1.3725, aber das Pfund könnte 2026 viel höher steigen. Wichtig ist, dass der Handel nach den Neujahrsferien endlich wieder anläuft. Sollten bärische Muster entstehen, muss die Handelsstrategie möglicherweise überarbeitet werden, aber derzeit gibt es dafür keine Grundlage.

Analyst InstaForex
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