
Heute setzt das EUR/JPY-Paar seinen Rückgang fort, trotz einer Verbesserung der industriellen Aktivität in der Eurozone. Laut Eurostat stieg die Industrieproduktion im November um 0,7% gegenüber dem Vormonat und übertraf damit die Markterwartungen, während das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr 2,5% erreichte. Diese Zahlen deuten auf eine Stabilisierung im verarbeitenden Gewerbe hin und verringern den Abwärtsdruck auf den Euro. Darüber hinaus bestätigten heute, am Freitag, veröffentlichte Daten aus der Eurozone, dass die jährliche Verbraucherinflation in Deutschland im Dezember auf das Zielniveau der Europäischen Zentralbank von 2% gesunken ist. Infolgedessen gibt es Spekulationen, dass die EZB sich dem Ende ihres geldpolitischen Lockerungszyklus nähert, mit einer möglichen Zinssenkung gegen Ende 2026 bei moderater Inflation.
Der japanische Yen findet Unterstützung durch steigende Risiken einer Marktintervention im Devisenmarkt. Die japanischen Behörden warnen weiterhin vor unakzeptabler Marktvolatilität, da die erhöhten Niveaus einiger Yen-Währungspaare die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich ziehen. Der Finanzminister hat seine Bereitschaft betont, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um übermäßige Schwankungen entgegenzuwirken. Diese Haltung bremst den Verkauf des Yen, auch wenn die Währung unter dem Druck von Erwartungen einer lockeren Fiskal- und Geldpolitik steht.
Die politische Landschaft Japans trägt zur Unsicherheit bei. Gespräche über vorgezogene Neuwahlen und antikrise fiskalische Stimulusmaßnahmen nähren die Erwartungen einer lockereren Fiskalpolitik. Dies begrenzt das Potenzial für eine nachhaltige Erholung des japanischen Yen, trotz periodischer Nachfrage nach sicheren Häfen.
Infolgedessen bleibt EUR/JPY empfindlich gegenüber makroökonomischen Daten und Signalen der Zentralbanken. Solide Daten aus der Eurozone bieten dem Euro eine grundlegende Unterstützung, während Interventionsrisiken und politische Entwicklungen in Japan weiterhin die Dynamik des Yen prägen.
Aus technischer Sicht hat sich das Paar nahe dem Level von 183,50 festgefahren. Falls die Preise dieses Level nicht halten können, könnte das Paar seinen Rückgang in Richtung der runden Marke von 183,00 beschleunigen. Wird das Level gehalten, liegt der nächste intraday Widerstand bei 184,15. Da die Oszillatoren im Tageschart positiv bleiben, sind die Bullen noch nicht bereit aufzugeben.
Die Tabelle unten zeigt die prozentuale Veränderung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen heute. Der Euro zeigte seine stärkste Leistung gegenüber dem US-Dollar.