Handelsüberblick für Mittwoch:
1H-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Mittwoch eine Abwärtsbewegung, aber die Marktstimmung änderte sich im Laufe des Tages mehrmals. An jenem Tag gab es keine makroökonomische Grundlage; das World Economic Forum wurde in Davos abgehalten, wo Donald Trump und viele europäische Führer sprechen sollten. Da die Themen Grönland und Zölle zu diesem Zeitpunkt noch ungelöst waren, war der Markt offen nervös und hoffte auf eine Deeskalation des Konflikts. Wie die Zeit zeigte, waren diese Erwartungen nicht vergebens. Donald Trump erwähnte, dass er einen guten Dialog mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte, während dessen sie eine Vereinbarung bezüglich Grönlands erzielt hätten. Derzeit sind keine Details verfügbar, aber der US-Präsident verkündete, dass Zölle auf europäische Länder, die seine Pläne für die dänische Insel nicht unterstützen, aufgehoben werden. Somit vermieden Europa und die USA eine neue Runde des Handelskonflikts und die Marktzuspannung nahm sofort ab. Der Dollar gewann etwas an Wert und das EUR/USD-Paar droht, noch mehrere Monate innerhalb des Seitwärtskanals von 1.1400–1.1830 zu bleiben.
5M-Chart des EUR/USD-Paares

Am 5-Minuten-Chart wurde am Mittwoch nur ein Handelssignal gebildet. Zu Beginn der US-Sitzung prallte das Paar mit einer Marge von 1 Pip von der Zone 1.1745–1.1755 ab und setzte anschließend den Rest des Tages den Rückgang fort. Somit konnten unerfahrene Trader relativ einfache Short-Positionen eröffnen, die bis zum Ende des Tages Gewinne von mindestens 40 Pips erzielten.
Wie man am Donnerstag handelt:
Auf dem Stunden-Chart wechselte der Trend zu einem Aufwärtstrend. Somit könnte das Paar kurzfristig zur oberen Begrenzung des Seitwärtskanals 1.1400–1.1830 zurückkehren, um erneut zu versuchen, diesen zu durchbrechen und endlich die siebenmonatige Seitwärtsphase zu beenden. Das fundamentale und makroökonomische Umfeld bleibt sehr schwach für den US-Dollar, aber die tägliche Seitwärtsbewegung spielt eine vorrangige Rolle, und Händler schenken dem makroökonomischen Bild fast keine Beachtung.
Am Donnerstag können Anfänger-Trader neue Long-Positionen eröffnen, falls es zu einem Abprall von der Zone 1.1655–1.1666 kommt, mit einem Ziel von 1.1745–1.1755. Ein Schlusskurs unterhalb der Zone 1.1655–1.1666 würde das Öffnen neuer Short-Positionen erlauben, mit einem Ziel von 1.1584–1.1591.
Auf dem 5-Minuten-Chart betrachten Sie die Niveaus 1.1354–1.1363, 1.1413, 1.1455–1.1474, 1.1527–1.1531, 1.1550, 1.1584–1.1591, 1.1655–1.1666, 1.1745–1.1754, 1.1808, 1.1851, 1.1908, 1.1970–1.1988. Heute sind keine wichtigen Veranstaltungen in der Eurozone geplant, während in den USA die dritte Schätzung des BIP für das dritte Quartal sowie mehrere sekundäre Berichte, einschließlich des Erzeugerpreisindex, veröffentlicht werden. Der Konflikt mit der EU ist gelöst, sodass die Volatilität auf normale Werte zurückkehren könnte.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird anhand der dafür benötigten Zeit beurteilt (Abprall oder Ausbruch). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn zwei oder mehr Trades aufgrund falscher Signale in der Nähe eines Niveaus eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Paar viele falsche Signale erzeugen oder gar keine. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsphase besser, den Handel einzustellen.
- Trades werden im Zeitraum zwischen dem Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach müssen alle Trades manuell geschlossen werden.
- Signale basierend auf dem MACD sollten idealerweise nur auf dem Stunden-Chart gehandelt werden, wenn die Volatilität hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu nahe beieinanderliegen (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Sobald sich der Preis 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, setzen Sie den Stop-Loss auf den Break-even-Punkt.
Was auf den Charts gezeigt wird:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus — Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Käufen oder Verkäufen dienen. Take Profit kann in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien — Kanäle oder Trendlinien, die die aktuelle Tendenz widerspiegeln und zeigen, in welche Richtung derzeit bevorzugt gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14,22,3) — Histogramm und Signallinie — ein Hilfsindikator, der auch als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größtmöglicher Vorsicht gehandelt oder Positionen geschlossen werden, um eine scharfe Umkehrung des Preises gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Devisenhandel sollten sich daran erinnern, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Geldmanagements sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.