
Gold bleibt trotz gemischter fundamentaler Faktoren auf einem Abwärtspfad. Die Stärke des US-Dollars ist ein wesentlicher Hemmschuh für weitere Gewinne des Edelmetalls. Gleichzeitig hat eine Einigung zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten über Gespräche in Oman am Freitag die Risiken geopolitischer Eskalationen verringert, während ein Rückgang des Goldverbrauchs in China im Jahr 2025 das Aufwärtspotenzial des Rohstoffs weiter einschränkt.
Gemäß einer staatlichen Vereinigung fiel der Goldverbrauch in China im Jahr 2025 um 3,57% auf 950.096 metrische Tonnen. Gleichzeitig stieg die heimische Goldproduktion um 1,09% im Jahresvergleich und erreichte 381.339 metrische Tonnen.
Befürworter einer US-Dollar-Rally zögern mit aggressiven Longpositionen aufgrund von Erwartungen auf Zinssenkungen durch die Federal Reserve, die durch einen schwachen Automatic Data Processing (ADP)-Bericht am Mittwoch und negative US-Arbeitsmarktdaten, die heute veröffentlicht wurden, verstärkt werden.
Die Ernennung von Donald Trump von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der Federal Reserve stärkte die Erwartungen einer weniger lockeren Zentralbankpolitik, was dem Dollar positiven Schwung verlieh.
Trump stellte jedoch klar, dass er Warshs Nominierung zurückziehen würde, wenn dieser Zinserhöhungen unterstützte, und äußerte das Vertrauen, dass die Federal Reserve zwangsläufig die Zinsen senken würde.
Darüber hinaus rechnet der Markt weiterhin mit zwei weiteren Zinssenkungen im Jahr 2026, eine Ansicht, die durch enttäuschende US-Beschäftigungsdaten aus dem privaten Sektor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, verstärkt wird.
Dies hat dazu beigetragen, dass Gold einem starken Ausverkauf entgeht. Geopolitische Spannungen tragen ebenfalls dazu bei, Rückgänge des sicheren Hafens zu begrenzen. Unter diesen Bedingungen ist es ratsam, auf eine nachhaltige Beschleunigung des Verkaufs zu warten, bevor Positionen eröffnet werden, die auf eine lang anhaltende Korrektur vom Allzeithoch abzielen.
Aus technischer Sicht begünstigt der gestrige Fall unter die psychologische Marke von 5.000 und das heutige Fortsetzen des Rückgangs die Bären. Die Oszillatoren im Tageschart bleiben jedoch positiv, und das sich nach unten bewegende MACD-Histogramm unterhalb der Signallinie zeigt, dass der Abwärtsdruck nachlässt. Daher, wenn die Preise über dem Niveau von 4.800 und dem 20-Tage-SMA halten, werden die Bullen eine Chance haben, die Kontrolle über den Markt zu behalten.
Fallen die Preise unter diese Niveaus, werden die Bären die Kontrolle über die Situation übernehmen.