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FX.co ★ EUR/GBP. Analyse und Prognose

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Analysen:::2026-02-09T16:27:04

EUR/GBP. Analyse und Prognose

EUR/GBP. Analyse und Prognose

Das Währungspaar EUR/GBP legt zu Wochenbeginn zu. Es wird von einem stärkeren Euro gestützt, der von positiven Daten aus der Eurozone profitiert, während das Pfund aufgrund eskalierender politischer Spannungen im Vereinigten Königreich unter Druck steht.

Der Euro erhält Rückenwind durch eine deutliche Verbesserung der Anlegerstimmung. Der Sentix-Index für die Eurozone sprang im Februar von -1,8 auf 4,2 und kehrte damit erstmals seit Juli in den positiven Bereich zurück. Die Umfrage unterstreicht zudem ein gewachsenes Vertrauen in die deutsche Wirtschaft, getragen von der Hoffnung auf eine globale Stabilisierung, die wiederum von robusterem Wachstum in den USA und Asien gestützt wird.

Die Märkte warten auf Äußerungen von Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB), darunter Präsidentin Christine Lagarde, auch wenn diese Reden die Signale von der geldpolitischen Sitzung in der vergangenen Woche voraussichtlich nicht verändern werden. Die EZB beließ ihren Leitzins bereits zum fünften Mal in Folge unverändert bei 2 %, und Lagarde bekräftigte einen datenabhängigen, von Sitzung zu Sitzung gefassten Ansatz, ohne einen konkreten Pfad für die weitere Zinsentwicklung vorzugeben. Einer Reuters-Umfrage vom Januar zufolge erwarten 85 % der Volkswirte, dass die Zinsen bis zum Jahresende unverändert bleiben.

Analysten von Societe Generale verweisen auf einen weicheren Ton einiger EZB-Mitglieder nach der Sitzung: Einige heben die Risiken einer Desinflation durch Importe aus China hervor, während andere vor dem Risiko einer starken Aufwertung des Euro und möglichen Gegenmaßnahmen der Behörden warnen. Da die Zinsen jedoch nahe dem neutralen Niveau liegen, bleibt die Hürde für Diskussionen über weitere Zinssenkungen hoch.

Das Pfund leidet unter einer neuen politischen Krise im Vereinigten Königreich. Der Rücktritt des Stabschefs von Downing Street, Morgan McSweeney, im Zuge eines Skandals um die Ernennung von Peter Mandelson zum US-Botschafter hat das Vertrauen in die Regierung erneut erschüttert, zumal im Raum steht, dass es zu strafrechtlichen Ermittlungen kommen könnte.

Zusätzlichen Druck auf das Pfund üben die Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die Bank of England aus. Die BoE hat ihren Leitzins zwar kürzlich bei 3,75 % bestätigt, doch die Zahl der Falken im geldpolitischen Ausschuss fiel geringer aus als erwartet. Nach Einschätzung von Dani Stoilova von BNP Paribas Markets 360 könnte der nächste Zinsschritt nach unten bereits im März erfolgen, gefolgt von einer Pause; der Endzins wird zur Jahresmitte 2027 bei rund 3 % gesehen.

Aus technischer Sicht würden die Bullen bei einem nachhaltigen Ausbruch über den 100-Tage-SMA die vollständige Kontrolle über den Markt übernehmen. Fällt der Kurs hingegen unter den 20-Tage-SMA, spräche dies für einen Vorteil der Bären. Die täglichen Oszillatoren liefern gemischte Signale und deuten auf einen anhaltenden Kampf zwischen Bullen und Bären hin.

Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen im Tagesverlauf. Der Euro weist derzeit die größte Stärke gegenüber dem Neuseeland-Dollar auf.

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Analyst InstaForex
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