Bitcoin befindet sich seit mehreren Tagen in einer Phase der Konsolidierung. Nachdem beim letzten Rückgang das Niveau von 60.000 $ erreicht wurde, kam es zu einem anschließenden Rebound um 10.000 $ nach oben, woraufhin alle Bewegungen zum Stillstand kamen. Am Wochenende war die Volatilität am Markt minimal, und auch am Montag nahm sie nicht zu. Tradern sei in Erinnerung gerufen, dass es – so verlockend die aktuellen Niveaus (sowohl für Käufe als auch für Verkäufe) auch erscheinen mögen – am besten ist, sich strikt an die eigene Handelsstrategie zu halten. Nach der ICT-Strategie gibt es derzeit keine neuen Einstiegssignale. Der nächste Bereich von Interesse (POI) im Tageschart liegt in der Spanne von 79.500 $ bis 81.100 $. Solange sich keine neuen Muster ausbilden, ist ein „Einstieg in die Luft“ in diesen Zonen sinnlos.
Im 4-Stunden-Chart haben wir ein „bullishes“ IFVG identifiziert, von dem aus theoretisch Long-Positionen in Betracht gezogen werden könnten. Allerdings können Trader nach mehreren Tagen selbst sehen, wie vernünftig es war, Longs aus diesem Muster im Rahmen einer Korrektur zu prüfen. Der Kurs hat zweimal auf das Muster reagiert, konnte aber keine starke Bewegung entwickeln. Daher halten wir an unserer Einschätzung fest, dass das Traden von Korrekturen in einem ausgeprägten Abwärtstrend nicht die beste Idee ist.
Unterdessen rechnen viele Retail-Trader mit weiteren Rückgängen bei der weltweit ersten Kryptowährung. Im Gegensatz zu verschiedenen Fonds, Banken und sogenannten „Krypto-Experten“, die grundsätzlich nur Kursanstiege prognostizieren. So weisen Trader beispielsweise darauf hin, dass der Kurs deutlich unter der 50‑wöchigen exponentiellen gleitenden Durchschnittslinie liegt. Außerdem ist von einem Test der 200‑wöchigen gleitenden Durchschnitte die Rede, der zuvor in weiteren Kursrückgängen endete. Derzeit glauben im Wesentlichen nur noch Kathy Wood, Michael Saylor und andere Experten, die sich auf ihre eigenen Investments stützen, an einen neuen Anstieg von Bitcoin.
Gesamtbild von BTC/USD im 1D‑Timeframe
Im Tageschart setzt Bitcoin die Ausbildung eines Abwärtstrends fort. Die Trendstruktur ist bärisch, und die CHOCH‑Linie liegt derzeit bei 97.900 $. Erst oberhalb dieses Niveaus kann man davon sprechen, dass der Abwärtstrend beendet ist. „Im Jahr 2026 könnte Bitcoin auf 60.000 $ fallen.“ Das haben wir noch vor einer Woche gesagt. Bitcoin erreichte das Niveau von 60.000 $ innerhalb weniger Tage... Zur Erinnerung: Ein Verkaufssignal wurde innerhalb des „bärischen“ FVGs (96.900 $ – 98.000 $) generiert und anschließend bestätigt. Damit konnten Trader nahezu die gesamte letzte Bewegung mitnehmen. Das aktuelle Ziel bleibt das Niveau von 57.500 $, was dem 61,8‑%‑Fibonacci entspricht. Im Tageschart liegt der nächstgelegene POI‑Bereich für Verkäufe in der Spanne von 79.500 $ bis 81.100 $.
Gesamtbild von BTC/USD im 4H‑Timeframe
Im 4‑Stunden-Chart setzt der Kurs die Ausbildung einer abwärtsgerichteten Struktur fort. Die CHOCH‑Linie befindet sich bei 90.560 $, und erst oberhalb dieses Niveaus kann man von einem Übergang des Trends in einen Aufwärtstrend sprechen. Derzeit gibt es jedoch keinerlei Anzeichen dafür, dass Bitcoin seinen Rückgang in absehbarer Zeit beenden könnte. Das letzte bärische FVG wurde ignoriert und ist nun ein bullishes IFVG. Theoretisch könnte dieses Muster also als Quelle für Kaufsignale dienen. Wir sehen jedoch, dass das Muster abgearbeitet wurde und es praktisch keine Reaktion darauf gab. Jede Aufwärtsbewegung ist daher aktuell per Definition nur als Korrektur zu werten.
Empfehlungen für den Handel mit BTC/USD:
Bitcoin bildet weiterhin einen voll ausgeprägten Abwärtstrend. Wir rechnen weiterhin mit einem Rückgang in Richtung 57.500 $ (dem 61,8‑%-Niveau aus einem dreijährigen Aufwärtstrend), und aktuell gibt es keine Anzeichen für eine Trendwende. Unter den POI‑Zonen für Verkäufe im Tageschart ist das letzte bärische FVG hervorzuheben, das Bitcoin jedoch noch weit entfernt liegt. Der Rückgang kann sich auch fortsetzen, ohne dass der nächstgelegene POI‑Bereich zuvor angelaufen werden muss.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
- CHOCH – Bruch der Trendstruktur.
- Liquidity – Stop-Loss-Orders der Trader, die von Market Makern genutzt werden, um ihre Positionen aufzubauen.
- FVG – Bereich der Preisineffizienz. Der Kurs bewegt sich schnell durch diese Zonen, was auf das vollständige Fehlen einer Marktseite hinweist. Anschließend tendiert der Kurs dazu, in diese Bereiche zurückzukehren und darauf zu reagieren.
- IFVG – Invertierter Bereich der Preisineffizienz. Nach der Rückkehr in einen solchen Bereich reagiert der Kurs nicht darauf, sondern bricht ihn impulsiv und testet ihn anschließend von der anderen Seite.
- OB – Order Block. Die Kerze, auf der der Market Maker eine Position eröffnet hat, um Liquidität zu akquirieren und dadurch seine eigene Position in die entgegengesetzte Richtung aufzubauen.

