Analyse der Dienstags-Trades:
1H-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD notierte am Dienstag ebenfalls mit geringer Volatilität, wobei es seinen Aufwärtstrend beibehielt. Zur Erinnerung: Am Montag wurde die abwärtsgerichtete Trendlinie durchbrochen, sodass der Trend im Stundenchart nun nach oben zeigt. Gestern sahen wir eine typische Korrekturbewegung. Heute könnte es jedoch Überraschungen geben. Der Markt hat sich bereits auf schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit eingestellt, gestützt auf die Reden einiger Vertreter der Federal Reserve sowie auf die in der vergangenen Woche veröffentlichten ADP- und JOLTs-Berichte, die enttäuschende Werte zeigten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die aktuellen Berichtswerte zwar schwach ausfallen können, aber dennoch besser als die Prognosen sein können. Umgekehrt können starke Berichtswerte auch zu Revisionen (in beide Richtungen) der Vormonatsdaten führen. Daher sollte man nicht davon ausgehen, dass der Dollar heute Nachmittag zwangsläufig fallen wird. Insgesamt bleibt der Ausblick für die US-Währung recht unklar, doch bedeutet das nicht, dass der Dollar jeden Tag nachgeben wird.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag keine Handelssignale gebildet. Das dürfte sogar von Vorteil gewesen sein, da die Bewegungen des Tages weder besonders ausgeprägt noch geordnet waren und eher einer Seitwärtsphase glichen. Für heute werden deutlich aktivere Bewegungen erwartet. Der Markt könnte bereits am Morgen beginnen, die makroökonomischen Daten von „über dem großen Teich“ einzupreisen.
Wie man am Mittwoch handelt:
Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD den Abwärtstrend durchbrochen. Es gibt keine übergeordneten Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des US-Dollars, daher erwarten wir im Jahr 2026 die Fortsetzung des globalen Aufwärtstrends aus dem Jahr 2025, der das Paar mindestens in den Bereich von 1,4000 treiben könnte. In den vergangenen Wochen war die Situation für die britische Währung ungünstig, doch der Pfund hat jetzt alle Chancen, zu dem Bereich um 38 zurückzukehren.
Am Mittwoch können Anfänger Short-Positionen in Erwägung ziehen, falls sich das Paar unterhalb der Zone 1,3643–1,3652 festsetzt, mit einem Ziel bei 1,3529–1,3543. Ein Kursanstieg und eine Konsolidierung oberhalb der Zone 1,3643–1,3652 ermöglichen das Eröffnen von Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3741–1,3751.
Im 5-Minuten-Chart sind unter anderem folgende Marken zu beachten: 1,3319–1,3331, 1,3365, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3741–1,3751, 1,3814–1,3832, 1,3891–1,3912 und 1,3975. In Großbritannien stehen am Mittwoch keine nennenswerten Ereignisse oder Berichte an, in den USA hingegen werden wichtige Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit veröffentlicht. Daher kann der Kurs in der zweiten Tageshälfte beginnen zu „fliegen“, und Anfänger sollten den Stop-Loss auf keinen Fall vergessen.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung benötigt wird (Abprall oder Durchbruch eines Levels). Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Level zwei oder mehr Trades auf Basis falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale erzeugen oder gar keine Signale liefern. In jedem Fall ist es ratsam, den Handel bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtsmarktes einzustellen.
- Trades werden in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur dann gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 20 Pips in die richtige Richtung empfiehlt es sich, den Stop-Loss auf Break-even zu setzen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandslevels dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
- Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und auf die bevorzugte Handelsrichtung hinweisen.
- Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Kursbewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um einen scharfen Kursumschwung gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein solides Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.