Handelsrückblick und Trading-Empfehlungen für die europäische Währung
Der Test der Marke von 1,1870 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was einen sauberen Einstiegspunkt für Käufe des Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar um nahezu 20 Punkte.
Die europäische Währung zeigte in der ersten Tageshälfte Widerstandskraft, obwohl es keine konkreten Daten aus der Eurozone gab. Auch die Reden der Vertreter der Europäischen Zentralbank hatten keinen Einfluss auf die Marktstimmung, da die Händler nichts Neues erfuhren. In Ermangelung starker Impulse dürfte sich das Währungspaar EUR/USD weiter in einer relativ engen Spanne konsolidieren und auf neu eintreffende Informationen reagieren.
Im weiteren Verlauf werden sich die Marktteilnehmer auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sowie auf die Verkaufszahlen vom US-Immobilienmarkt konzentrieren. Obwohl diese Indikatoren als weniger bedeutend gelten, können sie die Marktlage dennoch beeinflussen, sofern die Daten stark von den Prognosen abweichen. Sollten die veröffentlichten Zahlen die Erwartungen übertreffen, könnte dies den US-Dollar stärken und auf die anhaltende Robustheit der US-Wirtschaft hindeuten. Gleichzeitig stellen die Verkäufe bestehender Häuser einen wichtigen Indikator für das Verbrauchervertrauen und die Verfügbarkeit von Hypothekenkrediten dar. Starke Verkaufszahlen können auf günstige makroökonomische Rahmenbedingungen für die Verbraucher hinweisen.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, sobald das Niveau von 1,1891 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Ziel bei 1,1911. Bei 1,1911 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Short-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung vom Einstiegspunkt. Ein deutlicher Anstieg des Euro ist nur nach schwachen US-Daten zu erwarten. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, falls das Niveau von 1,1872 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1891 und 1,1911 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1872 (rote Linie im Chart) erreicht wurde. Das Ziel liegt bei 1,1850, wo ich den Markt verlassen und sofort Long-Positionen in die Gegenrichtung eröffnen möchte (mit einem Ziel von 20–25 Punkten Bewegung vom Niveau). Der Druck auf das Währungspaar wird im Fall starker US-Daten zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1891 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1872 und 1,1850 ist dann zu erwarten.

Chart-Erklärung:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Breite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Breite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen über den Markteintritt mit großer Vorsicht treffen. Am besten hält man sich vor der Veröffentlichung bedeutender fundamentaler Berichte aus dem Markt heraus, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler eine von vornherein verlustreiche Strategie.