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FX.co ★ Der Dollar wird seine Führungsrolle nicht aufgeben

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Analysen:::2026-02-12T22:30:50

Der Dollar wird seine Führungsrolle nicht aufgeben

Der Devisenmarkt verarbeitet derzeit die Daten über den kräftigen Anstieg der Beschäftigung im Januar auf 130.000. Optimisten sind überzeugt, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt stabilisiert hat. Pessimisten verweisen hingegen auf das schwächste Beschäftigungswachstum außerhalb von Rezessionen seit 22 Jahren im Jahr 2025. Das Währungspaar EUR/USD ist sich über seine Richtung unschlüssig. Wird die Federal Reserve die Zinsen weiterhin vorsorglich senken, oder wird die Pause sich bis zum Jahresende hinziehen? Donald Trump plädiert für die erste Option; solange die Zentralbank jedoch unabhängig ist, ist es unwahrscheinlich, dass der US-Präsident ihre Entscheidungen beeinflussen kann.

Dynamik der US-Beschäftigung

Der Dollar wird seine Führungsrolle nicht aufgeben

Nach Einschätzung von Credit Agricole sind viele negative Faktoren bereits im US-Dollar eingepreist. Daher besteht ein hohes Risiko, dass er auf gute Nachrichten stark reagiert, während er negative weitgehend ignoriert. Vor diesem Hintergrund könnte eine Beschleunigung der US-Inflation zum Auslöser für Verkäufe im EUR/USD werden. Sollten die Verbraucherpreise der Prognose von 2,5 % entsprechen, dürfte sich das Hauptwährungspaar allerdings kaum bewegen.

Die Initiative geht in jedem Fall vom US-Dollar aus. Der Euro unter der Europäischen Zentralbank wirkt zunehmend wie ein Zwitter ohne klare Richtung. Laut Ratsmitglied Gabriel Makhlouf sollte man eine Senkung des Einlagensatzes ebenso wenig ausschließen wie eine Erhöhung. Sechsundsechzig von vierenundsiebzig von Reuters befragten Experten gehen jedoch davon aus, dass die Kreditkosten bis 2027 unverändert bleiben. Die Europäische Zentralbank befindet sich in einer idealen Position, und ein Rückgang der Inflation auf 1,7 % wird sie nicht dazu zwingen, die Geldpolitik zu lockern.

Die Befragten erwarten eine Abschwächung des BIP-Wachstums von 1,5 % im Jahr 2025 auf 1,2 % im Jahr 2026 und auf bis zu 1,4 % im Jahr 2027. Sie gehen davon aus, dass sich die Verbraucherpreise im ersten Quartal bei rund 1,7 % stabilisieren, im zweiten Quartal auf 1,9 % steigen und sich anschließend bis 2027 in etwa auf diesem Niveau einpendeln.

Mit solchen Kennzahlen ist die EZB faktisch aus dem Spiel. Die Entwicklung des EUR/USD hängt von den Aussagen der Fed und den US-Makrodaten ab. Es sei denn natürlich, Donald Trump setzt seine Drohungen gegen die Unabhängigkeit der Zentralbank fort. In diesem Zusammenhang begünstigt die gesunkene Wahrscheinlichkeit einer Lockerung der Fed-Geldpolitik im April und Juni den US-Dollar.

Dynamik der Zinserwartungen

Der Dollar wird seine Führungsrolle nicht aufgebenDer Dollar wird seine Führungsrolle nicht aufgeben

Aus fundamentaler Sicht ist ein Rückgang des EUR/USD daher wahrscheinlicher als ein Anstieg des wichtigsten Währungspaares. Um dies zu bestätigen, warten Anleger jedoch bevorzugt auf die US-Inflationsdaten. Nach Einschätzung von Credit Agricole sind diese Zahlen nicht so ausschlaggebend, dass sie das Eingehen neuer Positionen verhindern würden. Ein Großteil der negativen Faktoren ist bereits im Wechselkurs des Dollars eingepreist.

Aus technischer Sicht würde auf dem Tageschart das Scheitern der Bullen, die lokalen Tiefs im Bereich von 1,1930 zu erneuern, das Risiko eines 1-2-3-Umkehrmusters erhöhen. Theoretisch könnte sich eine Inside-Bar ausbilden. Gleichzeitig wäre ein Rückgang der Kurse unter den Fair Value bei 1,1865 und unter das Tief der Inside-Bar bei 1,1850 ein Verkaufssignal.

Analyst InstaForex
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