Startseite Notierungen Kalender Forum
flag

FX.co ★ „Digitales Gold“ – ist das ein Mythos?

parent
Crypto Analysis:::2026-02-13T05:34:38

„Digitales Gold“ – ist das ein Mythos?

Bitcoin ist seit Oktober letzten Jahres um mehr als 50 % gefallen und zeigt keinerlei Anzeichen für ein Ende dieses Rückgangs, geschweige denn für eine kleine Erholung. Es gibt keine bullischen Muster, kein Durchbrechen der Abwärtsstruktur, und auch in naher Zukunft ist damit nicht zu rechnen. Daher könnten die Kurse schon sehr bald bis auf 57.500 US-Dollar fallen. Erwähnenswert sind auch andere Kryptowährungen. Fast alle von ihnen setzen ihren Rückgang ebenfalls fort. Während Ethereum, Solana und einige mehr oder weniger stabile Kryptowährungen einfach gemeinsam mit Bitcoin fallen, versucht eine ganze Horde von „Schrott-Kryptowährungen“, die seit Jahren am Markt­boden herumdümpeln, nun ein neues Tief zu finden. Die überwiegende Mehrheit der Altcoins wird derzeit zu Kursen unter 1 US-Dollar gehandelt, und die „Altcoin-Season“ ist noch nicht angebrochen.

Zur Erinnerung: Die „Altcoin-Season“ ist eine Phase, in der die Nachfrage nach Bitcoin abnimmt, während die Nachfrage nach Altcoins steigt. Dieses Phänomen wird dadurch erklärt, dass Kapital beginnt, von überbewertetem Bitcoin in unterbewertete Altcoins umzuschichten. Wie wir sehen, funktioniert dieses Modell 2025–2026 jedoch nicht. Bitcoin fällt weiter und zieht den gesamten Kryptowährungsmarkt mit nach unten, ungeachtet der optimistischen Aussagen von Michael Saylor und Cathie Wood, wonach „Bitcoin bald 1,5 Millionen US-Dollar wert sein wird“.

Wo liegt das Problem? Schließlich ist Bitcoin „digitales Gold“, und laut Cathie Wood sogar besser als Gold. Das Problem besteht darin, dass Bitcoin keinen inneren Wert besitzt, in seinen 18 Jahren Existenz weder zum Ersatz für den US‑Dollar noch für Fiatgeld geworden ist, kein „Inflationsschutz“ ist, sich nicht als Tausch- oder Zahlungsmittel durchgesetzt hat und äußerst volatil ist, also sehr anfällig für Pumps und Dumps. Jederzeit kann Bitcoin um 10–15 % einbrechen, und eine solche Bewegung spült eine große Zahl unterschiedlichster Trader aus dem Markt. Infolgedessen bleibt Bitcoin ein hochriskantes Investment-Spielzeug, das von Großkapital und Fonds kontrolliert wird. Wenn sie kaufen (pumpen), steigt der Markt. Wenn sie verkaufen (dumpen), fällt der Markt. Fundamentale Begründungen für solche Bewegungen sind dabei nicht nötig.

„Digitales Gold“ – ist das ein Mythos?

Empfehlungen für den Handel mit BTC/USD:

Bitcoin setzt die Ausbildung eines voll ausgeprägten Abwärtstrends fort. Wir rechnen weiterhin mit einem Rückgang bis zum Ziel bei 57.500 US-Dollar (dem 61,8-%-Fibonacci-Level aus einem dreijährigen Aufwärtstrend), und derzeit gibt es keinerlei Anzeichen für eine Trendwende. Allerdings wirkt selbst das Niveau von 57.500 US-Dollar nicht mehr wie ein endgültiger Haltepunkt. Unter den POI-Bereichen für Verkäufe im Tageschart ist der letzte bearish FVG zu nennen, von dem Bitcoin noch sehr weit entfernt ist. Außerdem gibt es einen bearish FVG im 4-Stunden-Chart, der gestern eine Preisreaktion ausgelöst hat. Es könnte nun zu spät sein, um neue Short-Positionen zu eröffnen, doch wir betonen erneut: Es gibt keine Signale für eine Umkehr.

„Digitales Gold“ – ist das ein Mythos?

Empfehlungen für den Handel mit ETH/USD:

Im Tageschart bildet sich der Abwärtstrend weiter aus. Das zentrale Verkaufsmuster war und bleibt der bearish Order Block im Wochenchart. Wie wir gewarnt haben, kann die durch dieses Signal ausgelöste Bewegung kräftig und langanhaltend sein. Seit seiner Ausbildung ist Ethereum bereits um 55 % bzw. 2.500 US-Dollar gefallen. Kurzfristig wäre eine Aufwärtskorrektur denkbar, doch das einzige bullische Muster im 4-Stunden-Chart wurde bereits negiert. Stattdessen haben sich zwei bearish FVGs gebildet, die mit höherer Wahrscheinlichkeit Verkaufssignale im Einklang mit dem Trend liefern dürften. Die Kursziele für Ethereum reichen bis hinunter auf das Niveau von 1.400 US-Dollar.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • CHOCH – Bruch der Trendstruktur.
  • Liquidity – Liquidität, Stop-Loss von Tradern, den Market Maker zur Positionseröffnung nutzen.
  • FVG – Bereich der Preisineffizienz. Die Kurse laufen sehr schnell durch solche Zonen, was auf ein vollständiges Fehlen einer Marktseite hinweist. Später tendieren die Preise dazu, in diese Bereiche zurückzukehren und dort zu reagieren.
  • IFVG – invertierter Bereich der Preisineffizienz. Nach einer Rückkehr in einen solchen Bereich reagiert der Kurs nicht darauf, sondern durchbricht ihn impulsiv und testet ihn anschließend von der anderen Seite.
  • OB – Order Block. Die Kerze, auf der der Market Maker eine Position eröffnet hat, um Liquidität einzusammeln, um anschließend eine eigene Position in die entgegengesetzte Richtung aufzubauen.

Analyst InstaForex
Artikel teilen:
parent
loader...
all-was_read__icon
Sie haben zur Zeit die besten Veröffentlichungen gesehen.
Wir suchen schon etwas Interessantes für Sie...
all-was_read__star
Kürzlich veröffentlicht:
loader...
Neuere Veröffentlichungen...