Handelsrückblick und Trading-Empfehlungen für den Euro
Aufgrund der geringen Marktvolatilität erreichte der Kurs nicht die von mir skizzierten Niveaus.
Die heutige Gleichgültigkeit unter den Tradern lässt sich durch mehrere Faktoren erklären. Marktteilnehmer haben die erwarteten negativen Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone vermutlich bereits eingepreist und sich an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Möglich ist auch, dass positivere Nachrichten oder Erwartungen – etwa potenzielle Unterstützungsmaßnahmen der European Central Bank oder Verbesserungen der geopolitischen Lage – die negativen Effekte der Industriedaten ausgleichen. Zudem könnte der Rückgang der Industrieproduktion vorübergehender Natur sein, verursacht durch saisonale Effekte oder kurzfristige logistische Störungen, statt auf eine Rückkehr zu der tiefen Krise früherer Jahre hinzudeuten.
Für die zweite Tageshälfte an den US-Finanzmärkten wird mit einem ruhigen Verlauf gerechnet. Investoren und Analysten werden sich auf eine Rede des Mitglieds des Federal Open Market Committee, Michelle Bowman, konzentrieren. Marktteilnehmer werden nach Hinweisen auf künftige Veränderungen des Leitzinses, Einschätzungen der aktuellen wirtschaftlichen Lage, Inflationsprognosen sowie mögliche Schritte zur Erreichung der Ziele der Federal Reserve suchen. Besonderes Augenmerk gilt Kommentaren zur Stärke des Arbeitsmarktes, zur Entwicklung der Verbraucherpreise und zu den allgemeinen Konjunkturaussichten. Da Michelle Bowman als Befürworterin einer strafferen Geldpolitik gilt, werden Trader ihre Ausführungen genau analysieren, da sie Erwartungen weiterer Zinssenkungen bestätigen oder ihnen widersprechen könnten.
Für meine Intraday-Strategie werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, wenn der Kurs 1,1874 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1905. Bei 1,1905 plane ich, den Markt zu verlassen und Short-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung vom Einstiegskurs. Ein starker Anstieg des Euro ist nur nach schwachen US-Konjunkturdaten zu erwarten. Wichtig! Vor dem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von ihr nach oben zu lösen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 1,1857 gibt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und löst eine Aufwärtskorrektur aus. Anschließend kann ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1874 und 1,1905 erwartet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er 1,1857 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1823, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar Long-Positionen in die Gegenrichtung eröffnen möchte (mit der Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten vom Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird bei starken US-Daten zurückkehren. Wichtig! Vor einem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von ihr nach unten zu entfernen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 1,1874 gibt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtskorrektur am Markt. Anschließend kann ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1857 und 1,1823 erwartet werden.

Chart-Erklärung
- Dünne grüne Linie – Einstiegspreis für den Kauf des Handelsinstruments.
- Breite grüne Linie – geschätztes Niveau für die Platzierung von Take-Profit-Orders oder zum manuellen Sichern von Gewinnen, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.
- Dünne rote Linie – Einstiegspreis für den Verkauf des Handelsinstruments.
- Breite rote Linie – geschätztes Niveau für die Platzierung von Take-Profit-Orders oder zum manuellen Sichern von Gewinnen, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig
Einsteiger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie sehr schnell Ihr gesamtes Guthaben verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management betreiben und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler eine verlustreiche Strategie.