
Am 3. November dieses Jahres finden in den USA die Midterm-Wahlen statt, die eigentlich gar nicht so sehr „midterm“ sind. Es ist bemerkenswert, dass bei diesen Wahlen das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu besetzt werden. Politische Analysten sagen übereinstimmend eine vernichtende Niederlage der Republikanischen Partei voraus, in deren Folge sie mindestens eine der beiden Kammern des Kongresses verlieren dürfte. Worauf stützen sich diese Prognosen?
Zum einen sind die Zustimmungswerte für Trump auf historische Tiefststände gefallen. Es ist schwer zu sagen, wann zuletzt jemand eine Zustimmungsrate von nur 30 % hatte. Und dies ist keineswegs das Ende des Absturzes, da sich Trumps Politik nicht verbessert. Die Amerikaner sind unzufrieden mit den Veränderungen in der Wirtschaft (die nur auf dem Papier gut aussehen), unzufrieden mit der Einwanderungspolitik und den Milliarden Dollar, die für die Abschiebung von Migranten aus den USA ausgegeben werden, unzufrieden mit dem sich seit über einem Jahr verkleinernden und „abkühlenden“ Arbeitsmarkt, unzufrieden mit der Zollpolitik des Weißen Hauses, unglücklich über steigende Preise und unzufrieden mit Trumps geopolitischen Ambitionen, durch die viele Länder den USA ablehnend gegenüberstehen.
Eine in der Europäischen Union durchgeführte Umfrage mit der Frage „Wie ist Ihre Meinung zu Donald Trump?“ ergab beispielsweise, dass 94 % der Dänen, 84 % der Deutschen, 81 % der Briten, 77 % der Italiener, 77 % der Spanier und 76 % der Franzosen ein sehr negatives Bild vom US-Präsidenten haben. Was steckt dahinter? Es geht um Reputationsverluste für die USA, einen Rückgang ausländischer Investitionen und eine geringere Auslandsnachfrage nach amerikanischen Waren und Dienstleistungen. Vor einigen Monaten erwähnte ich einen informellen Boykott amerikanischer Produkte in Europa. Europäer weigern sich einfach, etwas zu kaufen, auf dem „Made in the USA“ steht. Die Zölle, die „den US-Haushalt um Hunderte Milliarden Dollar füllen“, werden von den Amerikanern selbst bezahlt – nicht von China und nicht von der EU.

Letztlich hätte es für die überwiegende Mehrheit der Amerikaner denselben Effekt, wenn Trump einfach die Steuern erhöhte. Welchen Unterschied macht es, unter welchem Deckmantel sie mehr zahlen? Ob es sich um höhere direkte Steuern handelt, um stärker versteckte Steuern (in Produkt- und Dienstleistungspreise eingepreist) oder um Mehrkosten durch Importzölle? Daher bin ich persönlich nicht überrascht, dass Trumps Zustimmungswerte „unterirdisch“ sind.
Wellenanalyse für EUR/USD:
Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin eine Aufwärtsphase des Trends ausbildet. Die Politik von Donald Trump und die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve bleiben bedeutende Faktoren für den langfristigen Rückgang der US-Währung. Die Ziele für das aktuelle Trendsegment könnten bis in den Bereich von 25.000 reichen. Momentan gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin in einer globalen Welle 5 befindet, sodass ich im ersten Halbjahr 2026 mit steigenden Kursen rechne. In naher Zukunft kann das Instrument jedoch noch eine weitere Abwärtswelle innerhalb der Korrektur ausbilden. Meiner Einschätzung nach ist es nun sinnvoll, nach Zonen und Niveaus für neue Käufe mit Zielen im Bereich von 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was den Fibonacci-Niveaus von 161,8 % und 200,0 % entspricht.
Wellenanalyse für GBP/USD:
Das Wellenbild des Instruments GBP/USD ist recht klar. Die fünfteilige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, aber die globale Welle 5 kann eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Ich gehe davon aus, dass wir in naher Zukunft die Ausbildung eines korrektiven Wellenbündels beobachten könnten, nach dessen Abschluss sich der Aufwärtstrend fortsetzen dürfte. Daher empfehle ich, in den kommenden Wochen nach Einstiegsmöglichkeiten für neue Käufe zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US-Dollar zu steigen. Trump selbst begrüßt die Schwäche des Dollars, und die Fed hat die Möglichkeit, bei der nächsten Sitzung die Zinsen erneut zu senken.
Grundprinzipien meiner Analyse:
- Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und unterliegen häufigen Änderungen.
- Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
- Es kann niemals 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht die schützenden Stop-Loss-Orders.
- Die Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.
