Startseite Notierungen Kalender Forum
flag

FX.co ★ Europa will sich aus dem Einfluss der USA befreien

parent
Analysen:::2026-02-17T22:35:30

Europa will sich aus dem Einfluss der USA befreien

Europa will sich aus dem Einfluss der USA befreien

Die Europäische Union beginnt endlich, ein gewisses Selbstbewusstsein zu entwickeln und bewegt sich in Richtung Unabhängigkeit, in erster Linie von den USA. Erinnern wir uns daran, dass Donald Trump im vergangenen Jahr „freundliche“ Zölle gegen Länder der Europäischen Union verhängte und Brüssel unter dem Druck dieser Handelszölle praktisch dazu zwang, ein Handelsabkommen im Wert von Hunderten Milliarden Dollar zu unterzeichnen, das die USA im Gegenzug für das Ausbleiben weiterer Erhöhungen der Einfuhrzölle erhalten sollten. Seitdem ähneln die Beziehungen zwischen der EU und den USA denen zweier Erzfeinde, die gezwungen sind, im selben Boot zu sitzen, einander anzulächeln und so zu tun, als sei alles in Ordnung.

Trumps Druckmittel waren mit den Strafzöllen noch nicht ausgeschöpft. So drohte der US-Präsident wiederholt mit dem Austritt aus der NATO mit der Begründung, Europa gebe nicht genug für die Stärkung des Nordatlantischen Bündnisses aus und nutze die USA lediglich zu ihrem Schutz vor äußeren Feinden. Selbstverständlich setzte Trump auch den „NATO-Faktor“ bei den Verhandlungen mit Brüssel über das Handelsabkommen aktiv ein. Mit anderen Worten: Der Hausherr im Weißen Haus verfügt über zwei bedeutende Trümpfe in Form eines großen Marktes und der NATO, die er nach Belieben ausspielt.

Bis Anfang 2026 war in Brüssel jedoch schließlich angekommen, dass Verhandlungen mit Trump zwecklos sind. Auf eine Forderung würde die nächste folgen – und so weiter bis ins Unendliche. Merkwürdigerweise habe ich – kein europäischer Politiker – das gesamte vergangene Jahr über darauf hingewiesen, dass Trump nur nach einem Vorwand sucht, neue Zölle, Sanktionen und Abgaben zu verhängen, um anschließend Ultimaten zu stellen, die sein Gegenüber unter dem Druck der amerikanischen Trümpfe akzeptieren müsse. Im Januar 2026 sprach Trump ernsthaft über die Annexion Grönlands und nutzte den edel klingenden Vorwand, „Europa könne die Sicherheit Grönlands gegenüber China und Russland nicht gewährleisten, und für Amerika sei Grönland eine Frage der nationalen Sicherheit“. Wenn die nationale Sicherheit auf dem Spiel steht, verschafft das Trump aus seiner Sicht das Recht, riesige Gebiete mit militärischen Mitteln zu besetzen. Jedenfalls sieht Trump es so. Nur dank der Bemühungen des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte kam eine Vereinbarung mit dem US-Präsidenten in Bezug auf Grönland zustande, deren Inhalt bis heute unbekannt ist. Unterdessen bereitet sich die Europäische Union darauf vor, ihre Abhängigkeit von der NATO und vom amerikanischen Markt deutlich zu verringern.

Europa will sich aus dem Einfluss der USA befreien

Wellenanalyse für EUR/USD:

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin eine Aufwärtsphase des Trends ausbildet. Die Politik Trumps und die Geldpolitik der Federal Reserve bleiben wesentliche Faktoren für den langfristigen Rückgang der US‑Währung. Die Ziele für den aktuellen Abschnitt des Trends könnten bis in den Bereich von 25,000 reichen. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument noch im Rahmen einer globalen Welle 5 bewegt, weshalb ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit steigenden Kursen rechne. In naher Zukunft kann das Instrument jedoch noch eine weitere Abwärtswelle im Rahmen einer Korrektur ausbilden. Meiner Ansicht nach ist es sinnvoll, nach Zonen und Niveaus für neue Käufe mit Zielen im Bereich von 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was den Fibonacci‑Marken von 161,8 % bzw. 200,0 % entspricht.

Europa will sich aus dem Einfluss der USA befreien

Wellenanalyse für GBP/USD:

Das Wellenbild des GBP/USD‑Instruments ist ziemlich klar. Die fünfteilige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 kann eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Ich gehe davon aus, dass wir in naher Zukunft die Bildung eines korrektiven Wellenkomplexes beobachten werden, nach dessen Abschluss sich der Aufwärtstrend fortsetzen dürfte. Daher empfehle ich in den kommenden Wochen, nach Einstiegsmöglichkeiten für neue Käufe zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen. Trump selbst begrüßt die Schwächung des Dollars, und die Fed hat auf der nächsten Sitzung die Möglichkeit, die Zinsen erneut zu senken.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Anpassungen.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, ihm fernzubleiben.
  3. Es kann nie 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht, schützende Stop‑Loss‑Orders zu platzieren.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
Artikel teilen:
parent
loader...
all-was_read__icon
Sie haben zur Zeit die besten Veröffentlichungen gesehen.
Wir suchen schon etwas Interessantes für Sie...
all-was_read__star
Kürzlich veröffentlicht:
loader...
Neuere Veröffentlichungen...