Analyse der Mittwochstrades:
1H-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Mittwoch seine Abwärtsbewegung fort und bewegte sich damit im Einklang mit dem aktuellen Abwärtstrend. Auch wenn wir für 2026 insgesamt nur mit Rückgängen des Dollar rechnen, sollte klar sein, dass der Dollar nicht jeden Tag und jede Woche fallen kann. In letzter Zeit haben sich zahlreiche Faktoren gegen die britische Währung aufgestaut, was zu einer weiteren Abwärtskorrektur geführt hat. Um den aktuellen Trend zu verstehen, genügt ein Blick auf den Tageschart. Gestern wurde in Großbritannien der Inflationsbericht für Januar veröffentlicht, der als wichtig gilt. Der Verbraucherpreisindex verlangsamte sich auf 3 %, was der Bank of England Spielraum für eine erneute Lockerung der Geldpolitik eröffnet. Bereits am Vortag hatte der Arbeitsmarktbericht in Großbritannien die Wahrscheinlichkeit einer Senkung des Leitzinses deutlich erhöht. Damit hat das britische Pfund in dieser Woche durchaus nachvollziehbar nachgegeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass in den USA alles rundläuft und der Dollar seinen Abwärtstrend nicht fortsetzen wird.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch – ähnlich wie beim Währungspaar EUR/USD – zwei Signale gebildet. Zunächst prallte das Pfund Sterling vom Bereich 1,3529–1,3543 nach oben ab, doch dieses Kaufsignal erwies sich als falsch. Wortwörtlich eine halbe Stunde später setzte sich die britische Währung unterhalb des Bereichs 1,3529–1,3543 fest und erreichte bis zum Tagesende die nächstgelegene Unterstützungszone bei 1,3484–1,3489. Anfängertrader konnten dadurch beim ersten Trade einen Verlust erleiden, der jedoch durch den zweiten Trade ausgeglichen wurde, sodass der Tag mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen werden konnte.
Wie man am Donnerstag handelt:
Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD den Abwärtstrend durchbrochen und einen neuen Trend ausgebildet. Es gibt derzeit keine globalen Faktoren, die ein mittelfristiges Wachstum des US-Dollar stützen, daher erwarten wir im Jahr 2026 eine Fortsetzung des globalen Aufwärtstrends von 2025, der das Paar bis in den Bereich von 1,4000 treiben könnte. In den vergangenen Wochen war die Marktsituation häufig nicht zugunsten der britischen Währung, was den etwas unerwarteten Rückgang des Pfund Sterling erklärt.
Am Donnerstag können Anfängertrader den Einstieg in Long-Positionen in Erwägung ziehen, falls das Paar vom Bereich 1,3484–1,3489 nach oben abprallt, mit einem Ziel bei 1,3529–1,3543. Ein Kursrutsch und anschließende Fixierung unterhalb der Zone 1,3484–1,3489 würde neue Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,3437–1,3446 ermöglichen.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken relevant: 1,3319–1,3331, 1,3365, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695, 1,3741–1,3751, 1,3814–1,3832, 1,3891–1,3912, 1,3975. Am Donnerstag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Veröffentlichungen vorgesehen. In den USA steht lediglich ein unwichtiger Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung an. Die Volatilität könnte heute erneut auf ein Minimum zurückgehen.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Ausbildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wird. Je kürzer diese Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau auf Basis von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder überhaupt keine Signale erzeugen. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung zu beenden.
- Trades werden im Zeitraum vom Beginn der europäischen Session bis zur Mitte der amerikanischen Session eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Kursbewegung von 20 Pips in die richtige Richtung ist es ratsam, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen.
Erläuterungen zu den Charts:
- Unterstützungs- und Widerstandsniveaus dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.
- Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – fungiert als ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt vorübergehend zu verlassen, um eine scharfe Umkehr der Kurse gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.