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FX.co ★ GBP/USD. Smart Money. Marktübersicht

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Analysen:::2026-02-19T17:12:34

GBP/USD. Smart Money. Marktübersicht

Das Währungspaar GBP/USD hat das letzte „bullishe“ Ungleichgewicht zu 100 % geschlossen, auf dessen Untergrenze reagiert, ist bis an die Obergrenze der Formation gestiegen – und genau dort ging den Bullen die Kraft aus. Eine zweite Reaktion auf Imbalance 14 blieb aus, und die Notierungen des Pfunds befinden sich nun schon den dritten Tag in Folge geradezu im freien Fall. Den Rückgang des Pfunds am Dienstag und Mittwoch kann ich noch erklären, da die Konjunkturdaten aus dem Vereinigten Königreich nicht besonders positiv ausgefallen sind. Heute setzen die Bären ihre Attacke jedoch fort, obwohl der Nachrichtenhintergrund praktisch nicht vorhanden ist.

GBP/USD. Smart Money. Marktübersicht

Aus meiner Sicht bleibt der Nachrichtenhintergrund für die Bullen günstiger als für die Bären. Der Markt ist jedoch eindeutig anderer Meinung. Es gibt derzeit keine „bullischen“ Muster, die als Abwärtsziele für das Pfund dienen könnten. Daher kann das Pfund praktisch bis irgendwohin fallen. Meiner Meinung nach ist es in der näheren Zukunft sinnvoll, potenzielle Liquiditätsabgriffe an offensichtlichen „bärischen“ Swings zu beobachten. Das nächstgelegene derartige Niveau liegt bei 1,3341. In dieser Woche ist zum ersten Mal seit längerer Zeit ein „bärischer“ Imbalance entstanden, mit der Nummer 16 gekennzeichnet. Aus meiner Sicht bleibt jedoch die Frage offen, ob Verkäufe des Paares innerhalb eines „bullischen“ Trends überhaupt angebracht sind. Ich denke, falls eine Reaktion auf Imbalance 16 erfolgt, könnten Short-Einstiege in Betracht gezogen werden – allerdings mit äußerster Vorsicht.

Der „bullische“ Trend beim Pfund ist weiterhin intakt, was durch die Chartstruktur bestätigt wird. Solange der „bullische“ Trend Bestand hat (oberhalb von 1,3012), würde ich mich stärker auf bullische Signale konzentrieren. Der Rückgang des Pfunds kann durchaus kräftig ausfallen, er kann aber auch jederzeit enden. Ich sehe keine ausreichenden Gründe dafür, dass das Pfund innerhalb von drei Tagen um 200 Punkte fällt. In jedem Fall benötigen wir jetzt entweder neue „bullische“ Muster oder den Abschluss des einzigen bestehenden „bärischen“ Musters.

Der Nachrichtenhintergrund am Donnerstag war äußerst schwach, half jedoch erneut den Bären. Ich glaube nicht, dass der heutige Ausverkauf direkt mit den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und dem Philadelphia-Geschäftsaktivitätsindex in Verbindung gebracht werden sollte, obwohl beide Veröffentlichungen besser als erwartet ausfielen. Der Rückgang des Pfunds begann bereits am Morgen und hat insgesamt den Charakter eines Einbruchs angenommen – etwas, das zwei zweitrangige US-Daten kaum hätten auslösen können.

In den Vereinigten Staaten bleibt der übergeordnete Nachrichtenhintergrund so, dass langfristig nichts anderes als ein schwächerer Dollar zu erwarten ist. Die Lage in den USA ist weiterhin ziemlich angespannt. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA enttäuschen häufiger, als dass sie positiv überraschen. Drei der letzten vier FOMC-Sitzungen endeten mit „dovishen“ Entscheidungen. Trumps militärische Aggression, Drohungen gegenüber Dänemark, Mexiko, Kuba, Kolumbien, Iran, Ländern der EU, Kanada und Südkorea, die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Jerome Powell, ein weiterer „Shutdown“ sowie der Skandal um die US-Elite im Epstein-Fall vervollständigen das aktuelle Bild einer politischen und strukturellen Krise im Land. Meiner Meinung nach haben die Bullen allen Grund, ihre Offensive das gesamte Jahr 2026 über fortzusetzen.

Für einen „bärischen“ Trend wäre ein starker und anhaltend positiver Nachrichtenhintergrund für den Dollar erforderlich – etwas, das unter Donald Trump schwer vorstellbar ist. Zudem braucht der US-Präsident selbst keinen teuren Dollar, da die Handelsbilanz in diesem Fall im Defizit verbleiben würde. Daher glaube ich nach wie vor nicht an einen „bärischen“ Trend beim Pfund. Zu viele Risikofaktoren lasten weiterhin schwer auf dem Dollar. Sollten neue „bärische“ Muster auftauchen, könnte ein potenzieller Rückgang des Pfunds in Betracht gezogen werden, aktuell existieren jedoch keine.

Wirtschaftskalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

Vereinigtes Königreich

  • Veränderung der Einzelhandelsumsätze (07:00 UTC)
  • Verarbeitendes Gewerbe PMI (09:30 UTC)
  • Services PMI (09:30 UTC)

Vereinigte Staaten

  • Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (Core PCE) (13:30 UTC)
  • Veränderung des BIP Q4 (13:30 UTC)
  • Persönliches Einkommen/Ausgaben (13:30 UTC)
  • Verarbeitendes Gewerbe PMI (14:45 UTC)
  • Services PMI (14:45 UTC)

Am 20. Februar ist der Wirtschaftskalender recht gut gefüllt. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung am Freitag kann sich über den gesamten Handelstag hinweg erstrecken.

GBP/USD Prognose und Trading-Empfehlungen:

Das Gesamtbild für das Pfund bleibt „bullisch“, wenngleich das aktuelle kurzfristige Setup „bärisch“ geworden ist. Derzeit gibt es keine aktiven „bullischen“ Muster. Es existiert nur ein einziges „bärisches“ Imbalance, zu dem der Kurs zunächst zurückkehren und eine Reaktion zeigen muss, bevor Trader potenzielle Short-Positionen in Betracht ziehen können. Da der Trend weiterhin „bullisch“ ist, würde ich dem Auftreten bullischer Muster größeres Gewicht beimessen.

Analyst InstaForex
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