Analyse der Freitagstrades:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Freitag eine recht vorhersehbare Aufwärtsbewegung, und die neue Woche begann mit weiterem Wachstum. Das erschien logisch, da die Ereignisse vom Freitag den US-Dollar theoretisch nicht hätten stützen können. Unserer Ansicht nach ist der US-Dollar jedoch angesichts des Ausmaßes und der Anzahl der wichtigen Nachrichten am letzten Handelstag der Vorwoche zu wenig gefallen.
Zum einen zeigten die Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone und in Deutschland positive Ergebnisse. Darüber hinaus fiel der US-BIP-Bericht für das vierte Quartal doppelt (!!!) so schwach aus wie prognostiziert. Am Abend annullierte der Oberste Gerichtshof der USA den Großteil von Donald Trumps Handelszöllen mit der Begründung, sie seien rechtswidrig, doch der Präsident verhängte umgehend neue Zölle in Höhe von 10 % und erhöhte sie am Samstag auf 15 %. Somit bleiben alle Zölle in der einen oder anderen Form in Kraft, und einige wurden sogar angehoben. Wir sind der Ansicht, dass diese Gründe ausgereicht hätten, um einen deutlich stärkeren Rückgang des Dollars zu rechtfertigen. Möglicherweise hatte der Markt jedoch einfach noch nicht genügend Zeit, diese Informationen zu verarbeiten.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Freitag zwei ausgezeichnete Kaufsignale. In der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs vom Bereich 1,1745–1,1754 ab und wiederholte dieses Muster in der amerikanischen Sitzung. Damit hatten Anfänger die Möglichkeit, eine oder sogar zwei Long-Positionen zu eröffnen, von denen eine bereits bis Freitag Gewinn brachte. Falls Trader die Position bis Montag hielten, wurde sie am Take-Profit geschlossen, da der Bereich 1,1830–1,1837 vollständig erreicht wurde.
Wie man am Montag handelt:
Im Stundenchart ist die Abwärtskorrektur aufgehoben worden, da sich der Kurs über dem abwärts gerichteten Kanal etabliert hat. Anfang 2026 hat sich ein langfristiger Aufwärtstrend fortgesetzt, daher rechnen wir mit weiterem Wachstum des Euro. Das grundlegende Umfeld bleibt für den US-Dollar insgesamt sehr schwierig, weshalb wir eine weitere Aufwärtsbewegung klar favorisieren.
Am Montag können Anfänger Short-Positionen in Erwägung ziehen, wenn das Paar vom Bereich 1,1830–1,1837 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,1745–1,1754. Eine Kursstabilisierung oberhalb des Bereichs 1,1830–1,1837 würde Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1899–1,1908 ermöglichen.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Niveaus beachtet werden: 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1550, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908, 1,1970–1,1988, 1,2044–1,2056, 1,2092–1,2104. Heute wird in Deutschland ein Index zum Geschäftsklima veröffentlicht, und das ist die einzige für Montag geplante Nachricht. Wir sind der Ansicht, dass die in der vergangenen Woche und insgesamt im Jahr 2026 veröffentlichten Daten einen deutlich stärkeren Anstieg des Währungspaares auslösen könnten.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wird. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn um ein bestimmtes Niveau herum zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung einzustellen.
- Trades werden in dem Zeitraum zwischen dem Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur dann gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch Trendlinie oder Kanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung ist es ratsam, den Stop-Loss auf den Einstand nachzuziehen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Zielmarken für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, welche den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
- Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung des Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit maximaler Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um einen scharfen Kursumschwung gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein umsichtiges Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.