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FX.co ★ Die Europäische Union „friert“ die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA ein, Teil 2

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Analysen:::2026-02-23T22:47:13

Die Europäische Union „friert“ die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA ein, Teil 2

Die Europäische Union „friert“ die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA ein, Teil 2

Zweifellos hat das Europäische Parlament nach einer solchen Wendung der Ereignisse von Washington Erklärungen zu seiner neuen Handelspolitik verlangt. Solange diese Klarstellungen nicht vorliegen, hat das Europäische Parlament beschlossen, die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA auszusetzen.

Es ist bemerkenswert, dass die von Trump festgelegten Zoll­sätze nur auf dem Papier einfach wirken. In der Praxis ist die Situation deutlich komplexer. So haben Ökonomen beispielsweise berechnet, dass der gewogene durchschnittliche Zollsatz auf EU-Waren in den USA vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA bei 15,3 % lag. Nach der Abschaffung der Zölle im vergangenen April sank er auf 8,3 %. Und mit den neuen Sätzen auf Basis des Trade Act wird der durchschnittliche Zollsatz 13,2 % betragen. Sollten die Zölle für 2025 rechtswidrig sein, müsste ihre Aufhebung den durchschnittlichen Satz wieder auf 8,3 % senken. Dennoch fordert Trump Europa und andere Länder weltweit auf, der Erhöhung der Zollsätze umgehend zuzustimmen.

Derzeit ist es schwer zu sagen, ob die Europäische Union der neuen, grundlegend von der bisherigen abweichenden Zollstruktur zustimmt. Selbst wenn sie zustimmen sollte, ist in Brüssel unklar, wie genau und wie lange die neuen Zölle gelten werden. Schließlich können sie gemäß dem Trade Act nur 150 Tage in Kraft bleiben. Was geschieht nach Ablauf dieser 150 Tage? Ich habe bereits erwähnt, dass Trump sich auf jedes andere Gesetz stützen könnte, um neue Zölle zu verhängen. Deshalb kann niemand wissen, was in fünf Monaten sein wird.

Genau aus diesem Grund verlangt die Europäische Union Erklärungen, und der Text des Handelsabkommens muss nun umfassend überarbeitet werden. Wie kann das Europäische Parlament ein Abkommen ratifizieren, wenn sich die Bedingungen geändert haben?

Die Europäische Union „friert“ die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA ein, Teil 2

Trump selbst rief übrigens am Samstag alle Länder der Welt dazu auf, sich dem neuen Zollsatz nicht zu widersetzen und die Entscheidung des Supreme Court zu ignorieren. Vereinfacht gesagt sagt Trump der Welt, dass allein er bestimmen werde, wie viel zu zahlen ist und an wen. Und andere Länder sollen seine Ultimaten schweigend akzeptieren. Was die Entscheidungen „irgendwelcher Gerichte“ betrifft, so sei das eine innere Angelegenheit Amerikas, in die sich andere Staaten nicht einmischen sollten.

Ich sollte außerdem daran erinnern, dass die Frage um Grönland weiterhin ungelöst ist. Trump hat seinen Druck auf die dänische Insel nach Verhandlungen mit Mark Rutte reduziert, doch niemand weiß, was Rutte dem amerikanischen Präsidenten zugesagt hat. Das Europäische Parlament hat die Ratifizierung bereits während Trumps Angriffen auf Grönland „eingefroren“. Angesichts dieser Entwicklung wird die Vereinbarung aller Wahrscheinlichkeit nach niemals ratifiziert werden.

Wellenanalyse zu EUR/USD:

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrendabschnitt ausbildet. Trumps Politik und die Geldpolitik der Federal Reserve bleiben wesentliche Faktoren für den langfristigen Rückgang der amerikanischen Währung. Die Ziele für den aktuellen Abschnitt des Trends können sich bis in den Bereich der 25er-Marke erstrecken. Gegenwärtig gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb des Rahmens der globalen Welle 5 bewegt, weshalb ich im ersten Halbjahr 2026 mit einem Anstieg der Notierungen rechne. Die Korrekturstruktur a‑b‑c kann jederzeit abgeschlossen werden, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Ich halte es daher nun für ratsam, nach Bereichen und Niveaus für neue Käufe zu suchen, mit Zielmarken um 1,2195 und 1,2367, die 161,8 % bzw. 200,0 % der Fibonacci entsprechen.

Die Europäische Union „friert“ die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA ein, Teil 2

Wellenanalyse zu GBP/USD:

Die Wellenanalyse des Instruments GBP/USD ist recht eindeutig. Die fünfwellige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 kann eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Meiner Ansicht nach dürfte der Aufbau eines Korrekturwellensatzes bald zu Ende gehen, woraufhin sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird. Daher kann ich nun empfehlen, nach Möglichkeiten für neue Käufe zu suchen, mit Zielen oberhalb der 39er-Marke. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln, da sie häufig Änderungen mit sich bringen.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt nie und kann nie eine 100%ige Sicherheit bezüglich der Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht die schützenden Stop-Loss-Orders.
  4. Die Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
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