
Heute, am Donnerstag, zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes, pendelt EUR/USD um das Niveau von 1,1800 und ist damit gegenüber den vergangenen 24 Stunden praktisch unverändert, nachdem es zuvor nach einem kurzen Rückgang infolge von Kommentaren der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, zu leichten Bewegungen gekommen war.
Vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments erklärte Lagarde, dass die Maßnahmen der EZB zur Eindämmung der Inflation sich als wirksam erwiesen haben und dass sich das Preiswachstum in naher Zukunft voraussichtlich nahe am Inflationsziel von 2 % stabilisieren wird. Sie fügte hinzu, dass die Nahrungsmittelinflation bis Ende 2026 weiter nachlassen und sich dann leicht über 2 % einpendeln dürfte. Lagarde bestätigte, dass die Entscheidungen der EZB weiterhin datenabhängig bleiben, und betonte die Notwendigkeit, in der Geldpolitik Flexibilität zu wahren. Insgesamt untermauern diese Signale das Szenario einer verlängerten Pause bei Änderungen der Leitzinsen und begrenzen damit die unmittelbare Unterstützung für die Gemeinschaftswährung.
Unterdessen zeichnen neue Umfragen zur Geschäftstätigkeit im Euroraum ein gemischteres Konjunkturbild. Der Economic Sentiment Indicator fiel im Februar auf 98,3 nach revidierten 99,3 im Januar und verfehlte damit die Prognosen. Der Consumer Confidence Index stieg auf -12,2 und lag damit leicht über dem Wert des Vormonats, bleibt jedoch im negativen Bereich, was auf anhaltenden Pessimismus der privaten Haushalte hindeutet.
Für bessere Handelsmöglichkeiten sollte der Fokus auf den vorläufigen Verbraucherpreisindex (CPI) Deutschlands gerichtet werden, der am Freitag veröffentlicht wird und den Ton für das Währungspaar EUR/USD vorgeben könnte.
Vor diesem Hintergrund zeigt der US‑Dollar eine moderate Stärke.

Der U.S. Dollar Index (DXY), der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, erholt sich von seinen jüngsten Tiefstständen, während die Anleger versuchen, die mit der US-Handelspolitik verbundenen Risiken einzuschätzen. Obwohl ein Urteil des Supreme Court, das bestimmte Elemente von Präsident Donald Trumps Zollstrategie in Frage stellt, zusätzliche Unsicherheit geschaffen hat, gehen die Märkte weiterhin davon aus, dass Washington seine Handelsabkommen zu bewahren suchen wird.
Anleger erwarten, dass die Federal Reserve die Zinsen auf ihren kommenden Sitzungen unverändert lässt, was den Dollar kurzfristig stabilisieren dürfte.
Die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die später am Tag veröffentlicht werden, werden weiteren Aufschluss über den Zustand des Arbeitsmarktes geben.
Aus technischer Sicht liefern die Oszillatoren im Tageschart gemischte Signale, wobei der Relative Strength Index (RSI) im negativen Bereich bleibt und damit eine schwache Aufwärtsdynamik bestätigt.
Ein Ausbruch über den 20-Tage-SMA, der sich auf dem 50%-Fibonacci-Niveau befindet, würde sich unterdessen zu einem zentralen Signal für die Stärke der Bullen entwickeln. Dies würde den Weg in Richtung der Zwischenmarke bei 1,1860 auf dem Pfad zur runden Marke von 1,1900 ebnen.
Auf der anderen Seite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 1,1790, gefolgt vom 50-Tage-EMA und dem Februartief, von dem aus die jüngste Erholungsphase ihren Ausgang nahm.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen am heutigen Tag. Der Euro weist gegenüber dem Schweizer Franken die größte Widerstandskraft auf.
