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FX.co ★ Überblick über das Währungspaar GBP/USD. 27. Februar. Das britische Pfund könnte dem gesamten Markt als Vorbild dienen

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Analysen:::2026-02-27T02:13:12

Überblick über das Währungspaar GBP/USD. 27. Februar. Das britische Pfund könnte dem gesamten Markt als Vorbild dienen

Überblick über das Währungspaar GBP/USD. 27. Februar. Das britische Pfund könnte dem gesamten Markt als Vorbild dienen

Das Währungspaar GBP/USD hat am Donnerstag einmal mehr den Drang gezeigt, seine Aufwärtsbewegung fortzusetzen, doch das Pfund fungiert gewissermaßen als eine Art Zufluchtsort am Devisenmarkt. Erstens wird die britische Währung nach wie vor gehandelt – wenn auch etwas unbeholfen – anstatt zu stagnieren. Zweitens gibt es im GBP/USD eine Tendenz, wenn auch keine starke, anstatt einer Seitwärtsbewegung. Im Tageschart bleibt ein Aufwärtstrend bestehen, der selbst während nahezu aller Korrekturen keine Fragen aufwirft. Im 4‑Stunden‑Chart haben wir eine klassische Drei-Wellen-Korrektur gesehen, und der Kurs bewegt sich nun wieder aufwärts. Im Stundenchart beobachten wir seit einer Woche eine Aufwärtsbewegung. Daraus lässt sich schließen, dass das britische Pfund – anders als der Euro – zumindest handelt, sich bewegt und nachvollziehbare Modelle, Muster und Strukturen ausbildet, denen man folgen kann.

Wie beim Euro erwarten wir folgerichtig auch vom britischen Pfund ausschließlich Wachstum. Nicht, weil die britische Wirtschaft floriert und die Bank of England die Geldpolitik straffen will oder es in Großbritannien keine Probleme gäbe. Im Gegenteil: Großbritannien befindet sich seit zehn aufeinanderfolgenden Jahren in einer Art Dauerkrise, in der man mit einiger Sicherheit vorhersagen konnte, dass der amtierende Premierminister seine Amtszeit nicht vollenden würde. Jetzt, mit Keir Starmer an der Spitze, gibt es immerhin ein Gefühl von etwas mehr Stabilität. Im vergangenen Herbst kämpfte Großbritannien damit, das Dilemma eines riesigen Haushaltslochs zu lösen. Die BoE senkt den Leitzins in einem ähnlichen Tempo wie die Federal Reserve. Die britische Wirtschaft scheint eher so zu tun, als ob sie wächst, als dass sie tatsächlich wächst. Doch all diese Faktoren sind praktisch zweitrangig, weil die Lage in den USA deutlich schlechter ist – und die Aussichten für die amerikanische Wirtschaft noch schlechter.

Es ist bemerkenswert, dass Investoren und Trader gern vorausdenken. Dieser Ansatz garantiert maximale Gewinne. Daher ist „Perspektive“ kein leeres Wort, sondern ein äußerst wichtiger Begriff für jeden Markt. Was ist von Amerika und dem Dollar unter Donald Trump zu erwarten? Diese Frage wirkt inzwischen beinahe ironisch-rhetorisch und entlockt Investoren nur noch ein trauriges Lächeln. Experten haben errechnet, dass das erste Jahr von Trumps zweiter Amtszeit Amerika keine nennenswerten Erfolge gebracht hat. Die Wirtschaft wächst langsamer als unter Biden. Die Probleme mit dem Defizit in der Handelsbilanz wurden nicht gelöst. Das Haushaltsdefizit ist weiterhin ungelöst. Die Staatsverschuldung steigt weiter. Amerikanische Unternehmen wollen „aus irgendeinem Grund“ nicht in die Heimat zurückkehren. Die USA haben sich mit der Hälfte der Länder der Welt überworfen – wozu? Welche positiven Ergebnisse lassen sich aus Trumps Politik nennen? Die Ausweisung illegaler Flüchtlinge? Der Sieg des amerikanischen Teams bei den Winterspielen? Das Ende von acht Kriegen weltweit, deren Namen nicht einmal Experten aufzählen können?

So wird das britische Pfund – ganz gleich, wie schlecht es der britischen Wirtschaft geht – dennoch steigen, weil der Dollar weiterhin fallen wird. Das ist die gesamte Logik, der man in den nächsten drei Jahren folgen sollte, sofern der berüchtigte Republikaner und selbsternannte Friedensstifter des 21. Jahrhunderts ein Amtsenthebungsverfahren vermeiden kann.

Überblick über das Währungspaar GBP/USD. 27. Februar. Das britische Pfund könnte dem gesamten Markt als Vorbild dienen

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares beträgt in den letzten 5 Handelstagen 79 Pips. Für das Pfund/US‑Dollar‑Paar wird dieser Wert als „durchschnittlich“ eingestuft. Am Freitag, dem 27. Februar, erwarten wir daher eine Bewegung innerhalb der Spanne, die durch die Marken 1,3401 und 1,3559 begrenzt wird. Der obere Kanal der linearen Regression ist nach oben gerichtet, was auf eine Erholung des Trends hinweist. Der CCI‑Indikator hat die überverkaufte Zone erreicht und signalisiert damit ein mögliches Ende der Korrektur.

Nächste Unterstützungsniveaus:

S1 – 1,3428

S2 – 1,3306

S3 – 1,3184

Nächste Widerstandsniveaus:

R1 – 1,3550

R2 – 1,3672

R3 – 1,3794

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar GBP/USD befindet sich auf Kurs, den Aufwärtstrend des Jahres 2025 fortzusetzen, und seine langfristigen Perspektiven bleiben unverändert. Die Politik von Trump wird weiterhin Druck auf die US‑Wirtschaft ausüben, weshalb wir 2026 nicht mit einem Wachstum der US‑Währung rechnen. Selbst ihr Status als „Reservewährung“ spielt für Trader inzwischen keine entscheidende Rolle mehr. Daher bleiben Long‑Positionen mit Zielen bei 1,3916 und höher im kurzfristigen Horizont relevant, sofern sich der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts befindet. Notiert der Kurs unterhalb der gleitenden Durchschnittslinie, können aus technischer (korrigierender) Sicht kleinere Short‑Positionen mit Zielen bei 1,3428 und 1,3401 in Betracht gezogen werden. Von Zeit zu Zeit zeigt die amerikanische Währung (im globalen Maßstab) Korrekturen, doch für einen anhaltenden Aufwärtstrend wären umfassende positive Faktoren erforderlich.

Erklärungen zu den Abbildungen:

Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in die gleiche Richtung zeigen, bedeutet dies, dass der Trend derzeit stark ist;

Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, geglättet) bestimmt den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte;

Murray‑Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen;

Volatilitätsniveaus (rote Linien) stellen den wahrscheinlichen Preiskanal dar, innerhalb dessen sich das Paar am nächsten Tag voraussichtlich bewegen wird, basierend auf den aktuellen Volatilitätsindikatoren;

Der CCI‑Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) deutet darauf hin, dass eine Trendumkehr in die Gegenrichtung näher rückt.

Analyst InstaForex
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