Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1605 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen. Damit wurde ein korrekter Einstiegspunkt für den Verkauf des Euro bestätigt. In der Folge fiel das Währungspaar um mehr als 30 Punkte.
Die nach unten korrigierten Wachstumszahlen für die europäische Wirtschaft im 4. Quartal 2025 setzten den Euro stark unter Druck und führten zu einem Kursrückgang. Die sich verschlechternden Wachstumsindikatoren werfen derzeit Fragen auf, da es bislang noch keinen klaren Trend zu einer deutlichen Verlangsamung der BIP-Erholung gibt. Dennoch werden Ökonomen und Trader diesem Indikator nun deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken.
In der zweiten Tageshälfte werden wichtige Daten vom US-Arbeitsmarkt erwartet. Zu den ersten Veröffentlichungen gehört die Veränderung der Non-Farm Payrolls (NFP). Der NFP-Indikator gilt traditionell als einer der wichtigsten Messwerte für den Zustand der Wirtschaft, da er zeigt, wie dynamisch neue Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen geschaffen werden. Steigende Beschäftigung und sinkende Arbeitslosigkeit würden die Nachfrage nach dem US-Dollar rasch wiederbeleben.
Jegliche Abweichung von den Prognosewerten – sowohl nach oben als auch nach unten – könnte ebenfalls zu erheblicher Volatilität führen und die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Schritte der Federal Reserve beeinflussen.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, wenn der Kurs 1,1601 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1650. Bei 1,1650 plane ich, den Markt zu verlassen und zugleich den Euro in Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt. Ein kräftiger Anstieg des Euro ist heute nach schwachen US-Konjunkturdaten zu erwarten.
Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von ihr nach oben zu lösen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, wenn es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses von 1,1571 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Marktwende nach oben führen. Anschließend ist ein Anstieg in Richtung 1,1601 und 1,1650 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er 1,1571 (die rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Kursziel liegt bei 1,1526, wo ich den Markt verlassen und sofort in Gegenrichtung kaufen möchte (in Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten von diesem Niveau). Der Druck auf das Währungspaar wird zurückkehren, falls die US-Konjunkturdaten stark ausfallen.
Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von ihr nach unten zu lösen.
Szenario Nr. 2: Ich werde den Euro heute außerdem verkaufen, wenn es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses von 1,1601 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Marktwende nach unten führen. Anschließend ist ein Rückgang in Richtung 1,1571 und 1,1526 zu erwarten.

Was das Chart zeigt
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument kaufen können.
- Dicke grüne Linie – der geschätzte Kursbereich, an dem Sie Take Profit platzieren oder Gewinne manuell sichern können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs, zu dem Sie das Handelsinstrument verkaufen können.
- Dicke rote Linie – der geschätzte Kursbereich, an dem Sie Take Profit platzieren oder Gewinne sichern können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist.
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.
Wichtig
Einsteiger im Forex-Markt sollten Einstiegsentscheidungen sehr sorgfältig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden.
Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren – insbesondere, wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die sich ausschließlich auf die aktuelle Marktsituation stützen, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustbringende Strategie.