Analyse der Trades vom Dienstag:
1H-Chart des GBP/USD-Paares
Das GBP/USD-Paar tendierte am Dienstag ebenfalls nach oben, doch die Aufwärtsdynamik flaute schnell wieder ab. Wie bereits erwähnt, lassen die kämpferischen Aussagen aus Teheran keine Entspannung zu und erlauben keine Schlussfolgerung, dass sich der Konflikt auf einem klaren Deeskalationskurs befindet. Ja, in den letzten Tagen hat die Intensität des Beschusses nachgelassen, und die Länder der Region sind derzeit stärker damit beschäftigt, die zerstörte Öl- und Gasinfrastruktur wiederherzustellen, als mit Krieg und Iran. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Konflikt beendet ist. Trump fordert nun von Teheran eine vollständige Freigabe der Straße von Hormus und droht mit noch verheerenderen Schlägen, falls sein Ultimatum nicht erfüllt wird. Damit könnte die derzeitige Ruhe nur vorübergehend sein. Sollte es jedoch nicht zu einer ernsthaften Eskalation kommen, könnten sich Euro und Pfund weiter erholen, da die Geopolitik zuletzt die einzige Stütze für den Dollar war. Gestern war der makroökonomische Hintergrund äußerst schwach und hatte keinen Einfluss auf das GBP/USD-Paar. Formal hat sich ein Aufwärtstrend herauszubilden begonnen.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5‑Minuten‑Chart wurden am Dienstag erneut mehrere Signale generiert. Es macht keinen Sinn, sie alle aufzuzählen; in der obigen Abbildung ist deutlich zu erkennen, dass etwa die Hälfte profitabel war, während die andere Hälfte mit einem Stop Loss auf Break-even geschlossen wurde. Für Anfänger ist vor allem wichtig, dass sich der Kurs nach jedem Signal mindestens 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt. Mindestens drei Signale wurden mit Take Profit geschlossen. Über Nacht bildete sich in der Nähe der Zone 1,3403–1,3407 ein weiteres Kaufsignal, das ebenfalls mit Gewinn geschlossen wurde.
Wie man am Mittwoch handelt:
Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar GBP/USD seine „geopolitische Trendbildung“ fort. Es gibt keine grundlegenden Voraussetzungen für ein mittelfristiges Wachstum des US-Dollars, daher rechnen wir im Jahr 2026 mit einer Fortsetzung des globalen Aufwärtstrends aus dem Jahr 2025, der das Paar mindestens bis 1,4000 führen könnte. In den letzten Wochen war die Lage häufig nicht zugunsten der britischen Währung, und der Markt ist vollständig auf den Krieg im Nahen Osten fokussiert, der sich direkt auf die amerikanische Währung auswirkt.
Am Mittwoch können Anfänger Long-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs oberhalb der Zone 1,3437–1,3446 festigt, mit Kursziel 1,3484–1,3489. Eine Konsolidierung unterhalb der Zone 1,3437–1,3446 eröffnet Möglichkeiten für Short-Positionen mit Ziel 1,3403–1,3407.
Im 5‑Minuten‑Chart kann derzeit an den Marken 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695, 1,3741–1,3751 gehandelt werden. Für Mittwoch sind in Großbritannien erneut keine wichtigen Ereignisse oder Veröffentlichungen geplant, während in den USA ein recht bedeutender Verbraucherpreisindex veröffentlicht wird. Im Tagesverlauf kann die Kursbewegung daher erneut volatil und hektisch ausfallen.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale erzeugen. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.
- Trades werden in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der US‑Sitzung eröffnet; anschließend sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein durch Trendlinie oder Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Bewegt sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursmarken von Unterstützung und Widerstand sind Levels, die beim Eröffnen von Käufen oder Verkäufen als Ziele dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle dienen kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
