
Am Donnerstag hat das britische Pfund (GBP) während der nordamerikanischen Sitzung deutlich gegenüber dem US-Dollar (USD) zugelegt, nachdem die Bank of England die Leitzinsen unverändert ließ und dies mit anhaltendem Inflationsdruck begründete, der durch den Konflikt im Nahen Osten verstärkt wird.
Laut Mitarbeitern der BoE beließ die Führung den Basiszins bei 3,75 %. Der Monetary Policy Committee (MPC) rechnet weiterhin damit, dass die Inflation in den nächsten zwei Quartalen auf 3,5 % zurückgeht. In der Stellungnahme wurde hervorgehoben, dass die Abschwächung des Wirtschaftswachstums voraussichtlich disinflationären Druck ausüben dürfte; das Hauptrisiko sei nach Einschätzung der Zentralbank jedoch weiterhin mit steigenden Preisen verbunden. BoE-Gouverneur Andrew Bailey betonte, dass die Devisenmärkte reale Ereignisse bis zu einem gewissen Grad vorwegnehmen, und merkte an, dass die aktuellen Rahmenbedingungen eine Beibehaltung der bestehenden geldpolitischen Parameter erfordern.
In den USA ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die Woche bis zum 14. März von 213.000 auf 205.000 zurück, während die Prognose des Arbeitsministeriums einen Anstieg auf 215.000 erwartet hatte.
Dennoch bleibt der US-Dollar unter Druck, was in hohem Maße mit seiner Korrelation zum WTI-Rohölpreis zusammenhängt.

Am Vortag beließ die Federal Reserve den Leitzins ebenfalls unverändert und deutete damit auf eine vorsichtigere Vorgehensweise bei künftigen Zinssenkungen hin.
Fed-Chef Jerome Powell erklärte, man erwarte zunächst eine Bestätigung, dass sich die Inflation nachhaltig verlangsamt, bevor geldpolitische Lockerungen eingeleitet werden. Daten von Prime Market Terminal zufolge rechnen Marktteilnehmer im Jahr 2026 nicht mit einer Zinssenkung der Fed – die erste Veränderung könnte erst in der ersten Hälfte des Jahres 2027 erfolgen.

In der kommenden Woche wird das Vereinigte Königreich vorläufige PMI-Geschäftsaktivitätsindizes von S&P Global veröffentlichen. In den USA richten Händler ihre Aufmerksamkeit auf vergleichbare PMI-Berichte sowie neue Daten vom Arbeitsmarkt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des britischen Pfunds gegenüber den wichtigsten Währungen im Wochenverlauf. Das britische Pfund hat dabei gegenüber dem Schweizer Franken die stärkste Stärke gezeigt.

Aus technischer Sicht hat das Pfund die 100- und 20-Tage-SMAs in der Nähe der runden Marke von 1,3400 erreicht. Bei einem Durchbruch dieser Niveaus wäre das nächste Ziel die 200-Tage-SMA, gefolgt von der 50-Tage-SMA. Danach würden die Bullen einen Vorteil am Markt erlangen. In der Zwischenzeit bleiben die Oszillatoren negativ und deuten damit auf die Schwäche der Bullen hin.