Startseite Notierungen Kalender Forum
flag

FX.co ★ Ergebnisse der Sitzung der Bank of England

parent
Analysen:::2026-03-19T23:20:36

Ergebnisse der Sitzung der Bank of England

Ergebnisse der Sitzung der Bank of England

Wie ich in früheren Einschätzungen bereits erwähnt habe, könnte die Bank of England die einzige unter den „großen Drei“ sein, die im Jahr 2026 die Zinsen anhebt. Einstimmig wurde beschlossen, den Leitzins bei 3,75 % zu belassen, alle neun Mitglieder des MPC stimmten dafür. Diese Entscheidung lässt den zugrunde liegenden Kontext allerdings etwas unklar.

Auf der letzten Sitzung Anfang Februar stand die Bank of England kurz davor, eine Lockerungsrunde der Geldpolitik einzuleiten. Die Stimme von Andrew Bailey war ausschlaggebend, und die Falken setzten sich nur knapp mit 5:4 durch. Noch vor sechs Wochen hatte der Markt maximal mit zwei von neun Stimmen für eine Lockerung gerechnet, tatsächlich waren es dann doppelt so viele – das sorgte im Vorfeld der aktuellen Sitzung für einen eher dovishen Grundton. Als der Krieg im Nahen Osten jedoch nicht länger nur als drohende Gefahr, sondern als Realität wahrgenommen wurde, verflüchtigten sich diese dovishen Erwartungen unter den Tradern. Dennoch rechnete der Markt auch diesmal mit zwei Stimmen für eine Lockerung – was sich erneut als Fehleinschätzung erwies.

Die BoE rechnet bereits im März mit einem Anstieg der Inflation auf 3,5 % und damit, dass sie sich im dritten Quartal auf diesem Niveau einpendeln wird. Die weitere Entwicklung wird von dem Verlauf des Konflikts im Nahen Osten und der Fähigkeit der Welt abhängen, die Probleme rund um Öl und Gas zu lösen. In ihrer begleitenden Erklärung betonte die BoE erneut ihr Bekenntnis zum Inflationsziel von 2 %. Alle MPC‑Mitglieder waren sich einig, dass die kommenden anderthalb Monate Antworten auf viele drängende Fragen liefern werden, insbesondere darauf, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauern und wie weitreichend er sein wird. Sollte sich der Konflikt als kurzlebig erweisen, könnte die Lockerung der Geldpolitik wieder auf die Tagesordnung kommen, da der Einfluss auf die Inflation dann nur vorübergehend wäre. Sollte sich der Konflikt jedoch in die Länge ziehen, wird die BoE bereit sein, die Zinsen bei Bedarf anzuheben.

Vor diesem Hintergrund ist die BoE ein wahrscheinlicher Kandidat für eine Straffung. Wird dies dem britischen Pfund helfen? Meiner Ansicht nach nicht entscheidend, wenngleich es gegenüber dem Dollar einen gewissen Vorteil erhält. Leider wird der Markt derzeit von geopolitischen Faktoren dominiert, und diese allein werden die weitere Dynamik von GBP/USD bestimmen. Die Nachrichten aus dem Persischen Golf bleiben enttäuschend, sodass ich aktuell keine starken Argumente für eine Dollar‑Schwäche sehe. Lediglich die Wellenstruktur deutet darauf hin, dass eine Korrekturbewegung erforderlich ist.

Ergebnisse der Sitzung der Bank of England

Wellenmuster für EUR/USD:

Auf Basis der durchgeführten Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument sich weiterhin in einem Aufwärtssegment des Trends befindet (wie im unteren Bild dargestellt), kurzfristig jedoch mit dem Aufbau eines Abwärtssegments begonnen hat. Da die fünfteilige Impulsstruktur abgeschlossen ist, können meine Leser in den nächsten ein bis zwei Wochen mit steigenden Kursen rechnen, mit Zielen im Bereich von 1,1568 und 1,1666, was den Fibonacci‑Niveaus von 23,6 % bzw. 38,2 % entspricht. Die weitere Entwicklung des Instruments wird in erster Linie von den Ereignissen im Nahen Osten abhängen.

Ergebnisse der Sitzung der Bank of England

Wellenmuster für GBP/USD:

Das Wellenmuster für das Instrument GBP/USD ist sehr komplex und schwer lesbar geworden. Auf den Charts sehen wir nun eine siebenwellige Abwärtsstruktur, die es in dieser Form sicherlich nicht ist. Am wahrscheinlichsten handelt es sich um eine Erweiterung oder Komplexität innerhalb einer der Wellen. Das trägt jedoch nicht zur Klarheit der Wellenanalyse bei. Wenn ein Wellenmuster einmal so stark verkompliziert wurde, dass es kaum noch lesbar ist, kann es sich noch mehrere Male weiter verkomplizieren. Daher bin ich der Ansicht, dass wir uns stärker auf die Wellenanalyse des Instruments EUR/USD konzentrieren sollten, die deutlich übersichtlicher erscheint. Ebenso wichtig ist es, den geopolitischen Faktor nicht zu unterschätzen, der beide Instrumente jederzeit in eine neue Abwärtsbewegung schicken könnte. Sollte dies ausbleiben, könnten Euro und Pfund im Rahmen einer Korrektur mit Aufwärtspotenzial rechnen.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Veränderungen.
  2. Wenn es keine Klarheit am Markt gibt, ist es besser, ihm fernzubleiben.
  3. Es kann niemals 100 %ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie nicht den Einsatz von schützenden Stop‑Loss‑Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

Analyst InstaForex
Artikel teilen:
parent
loader...
all-was_read__icon
Sie haben zur Zeit die besten Veröffentlichungen gesehen.
Wir suchen schon etwas Interessantes für Sie...
all-was_read__star
Kürzlich veröffentlicht:
loader...
Neuere Veröffentlichungen...