Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Freitag sind keine makroökonomischen Berichte vorgesehen, mit Ausnahme des Erzeugerpreisindex in Deutschland, der für den Markt keine große Bedeutung hat. Daher könnten beide Währungspaare im Verlauf des Tages Korrekturen nach dem Anstieg von gestern verzeichnen. Die Hauptsorge besteht darin, dass die Abwärtskorrektur nicht in einen neuen Abwärtstrend übergeht. Geopolitische Faktoren verlieren zwar an Einfluss auf die Trader, doch bedeutet dies nicht, dass sie ignoriert würden. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, und die Situation auf den globalen Energiemärkten ist kritisch.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den fundamentalen Ereignissen am Freitag gibt es absolut nichts Erwähnenswertes. Der Tag ist völlig leer. Dennoch mangelt es den Tradern nicht an Informationen seitens der Zentralbanken. In den vergangenen zwei Tagen haben wir erfahren, dass die Federal Reserve voraussichtlich frühestens im Dezember 2026 wieder mit einer Senkung des Leitzinses beginnen wird. Die European Central Bank plant 2026 keine Änderungen an ihren geldpolitischen Parametern, während die Bank of England bei Bedarf sogar zu einer Straffung bereit ist. Alle drei Zentralbanken rechnen aufgrund des Konflikts im Nahen Osten mit Inflationsdruck, der beispiellose Anstiege der Öl- und Gaspreise ausgelöst hat. Damit rücken alle sonstigen regulatorischen Ziele vorübergehend in den Hintergrund, und der Fokus liegt vollständig auf der Inflation.Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am letzten Handelstag der Woche kann sich der Markt in jede Richtung bewegen, da sich der Ereignisverlauf im Nahen Osten jederzeit in jede Richtung verschieben kann. Der Euro kann heute aus den Bereichen 1,1527–1,1531 und 1,1584–1,1591 gehandelt werden, während das Britische Pfund aus dem Bereich 1,3403–1,3407 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der amerikanischen Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik); der Krieg im Nahen Osten könnte den Dollar jedoch weiterhin stützen.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es zur Formierung (Abprall oder Ausbruch) benötigt. Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, das Trading einzustellen.
- Handelspositionen sollten in der Zeit zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sind alle offenen Trades manuell zu schließen.
- Auf dem Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu nutzen, wenn eine gute Volatilität vorliegt und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Sobald sich der Preis 15–20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Unterstützungs- und Widerstandslevels sind Preisniveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung signalisieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.