Analyse der Freitags-Trades:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD verzeichnete am Freitag eine leichte Korrektur, nachdem es am Donnerstag kräftig gestiegen war. Der Anstieg wurde durch die Sitzung der Europäischen Zentralbank und eine weniger dovishe Ausrichtung der Notenbank ausgelöst. Mit dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten und den explodierenden Öl- und Gaspreisen begannen die Zentralbanken mit einer Beschleunigung der Inflation zu rechnen, und die EZB bildet hier keine Ausnahme. Während die Fed allerdings nicht geneigt ist, den Leitzins anzuheben, sind sowohl die EZB als auch die Bank of England – wie am vergangenen Donnerstag deutlich wurde – bereit, dies auf ihren nächsten Sitzungen im April zu tun. Dies half dem Euro und dem Pfund, sich leicht zu erholen. Bis Freitag stürzte das Pfund Sterling jedoch erneut ab, und auch der Euro geriet erneut unter Abwärtsdruck, wenn auch ohne kräftig zu fallen. Die Bullen konnten ihren Aufwärtsschwung nicht aufrechterhalten, sodass es dem Euro und dem Pfund trotz des Ausbruchs über die Trendlinie äußerst schwerfallen dürfte, weiteres Wachstum zu zeigen. Die Lage im Nahen Osten bleibt für die gesamte Welt äußerst gefährlich.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares
Im 5-Minuten-Chart bildete sich am Freitag genau ein Handelssignal. Während der US-Handelssession reagierte der Kurs auf den Bereich 1,1527–1,1531, löste eine Kursabprallreaktion aus und ermöglichte es Anfängern, Long-Positionen zu eröffnen. Bis zum Ende des Tages schaffte es das Paar, etwa 25–30 Pips zu steigen, was Einsteiger hätten mitnehmen können. Während der europäischen Handelssession näherte sich der Kurs zweimal dem Bereich 1,1584–1,1591, jedoch ohne klaren Abprall.Wie man am Montag handelt:
Im Stundenchart ist der Abwärtstrend beendet, aber wir könnten es mit einer weiteren typischen Aufwärtskorrektur zu tun haben. Anfang 2026 hat sich ein langfristiger Aufwärtstrend fortgesetzt, weshalb wir nach wie vor mit einem neuen mittelfristigen Wachstum des Euro rechnen. Das grundlegende Gesamtumfeld bleibt für den US‑Dollar sehr schwierig, was durch Berichte zum Arbeitsmarkt, zum BIP und zur Arbeitslosigkeit bestätigt wird. Allerdings steht die Geopolitik derzeit im Mittelpunkt des Marktgeschehens und verhindert einen stärkeren Rückgang des Dollars.
Am Montag können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1527–1,1531 festsetzt, mit Ziel 1,1455–1,1474. Ein Abprall vom Bereich 1,1527–1,1531 würde die Eröffnung von Long-Positionen mit Zielen bei 1,1584–1,1591 erlauben.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Montag sind weder in der Eurozone noch in den USA wichtige Veröffentlichungen geplant. Daher werden die Bewegungen im Tagesverlauf rein technisch geprägt sein. Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass Trump jederzeit den Energiesektor des Iran angreifen könnte.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dafür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale ausbilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines Flat-Marktes am besten, den Handel einzustellen.
- Trades werden in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Session und der Mitte der US-Session eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein durch Trendlinie oder Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Sobald sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Unterstützungs- und Widerstandslevels sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung verdeutlichen, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt vorübergehend, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein wirksames Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.