Startseite Notierungen Kalender Forum
flag

FX.co ★ EUR/USD Prognose für den 23. März 2026

parent
Analysen:::2026-03-23T10:13:18

EUR/USD Prognose für den 23. März 2026

Das Währungspaar EUR/USD konnte seine Aufwärtsbewegung am Freitag nicht fortsetzen, begann jedoch auch nicht sofort zu fallen. Ein Rückprall vom 100,0%-Fibonacci-Niveau bei 1,1577 spielte allerdings dem US-Dollar in die Karten, und ein Rückgang in Richtung des 127,2%-Korrektur­niveaus bei 1,1440 setzte dennoch ein. Eine Konsolidierung oberhalb von 1,1577 würde es den Händlern ermöglichen, auf eine erneute Aufwärtsbewegung in Richtung des 76,4%-Korrektur­niveaus bei 1,1696 zu hoffen.

EUR/USD Prognose für den 23. März 2026

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt klar erkennbar. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das vorherige Tief nicht unterschritten, während die letzte Aufwärtswelle das vorherige Hoch durchbrochen hat. Damit könnte sich der Trend wieder in Richtung bullisch drehen. Die Maßnahmen von Donald Trump im Nahen Osten haben großangelegte militärische Aktivitäten unter Beteiligung mehrerer Länder ausgelöst, was den US‑Dollar als sichere Hafenwährung gestützt hat. Der Ausblick für die Bären wirkt jedoch weiterhin stärker als der für die Bullen.

Am Freitag gab es kaum nennenswerte Nachrichten, der Markt legte im Grunde eine ungeplante Pause ein. Am Donnerstag fanden die Sitzungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank statt, und am Tag davor die Sitzung der Federal Reserve. Die Trader erhielten damit eine große Menge wichtiger Informationen. Dieses Mal waren die Signale tatsächlich von Gewicht, da sowohl die Bank of England als auch die EZB ihre Bereitschaft bekundeten, die geldpolitische Straffung angesichts steigender Inflationsrisiken wieder aufzunehmen. Natürlich ist es noch zu früh, um die Inflationsdynamik für März und die Zeit danach zu beurteilen, doch die Bank of England rechnet bereits in diesem Monat mit einem Anstieg von 3 % auf 3,5 %. Damit ist die Aussicht auf Zinserhöhungen in Europa und Großbritannien sehr real.

Die Bären zogen sich jedoch nicht lange zurück. Zu Beginn der neuen Woche kündigte Trump Angriffe auf den Energiesektor des Iran an, Teheran reagierte mit Drohungen gegen Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten, und der Dollar nahm seinen Aufwärtstrend wieder auf. In der Folge setzt sich die weltweite Flucht aus Risikoanlagen fort, was sich deutlich in den COT-Berichten widerspiegelt. In der vergangenen Woche kam es zu umfangreichen Schließungen sowohl von Long- als auch von Short-Positionen im Euro. Europa steht am Rand einer Energiekrise, sodass selbst eine straffere EZB-Politik dem Euro keinen starken Rückenwind verleiht.

EUR/USD Prognose für den 23. März 2026

Im 4-Stunden-Chart stieg das Paar bis zum 76,4%-Fibonacci-Niveau bei 1,1617, prallte davon ab und drehte innerhalb eines abwärtsgerichteten Trendkanals zugunsten des US-Dollars. Damit kann die Abwärtsbewegung sich in Richtung des 100,0%-Korrekturniveaus bei 1,1474 fortsetzen. Ein Aufwärtstrend wird erst möglich, wenn der Euro über dem Kanal schließt. Das erste Kursziel der Bullen liegt beim Niveau von 1,1706. Auf keinem der Indikatoren sind entstehende Divergenzen zu beobachten.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD Prognose für den 23. März 2026

In der letzten Berichts­woche schlossen professionelle Trader 52.800 Long-Positionen und eröffneten 31.212 Short-Positionen. Die Stimmung der Gruppe der „Non-commercial“ bleibt dank Donald Trump und seiner Politik insgesamt bullisch, doch in den vergangenen Wochen konnten wir eine deutliche Reduzierung der Long-Positionen und einen Anstieg der Short-Positionen beobachten.

Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Kontrakte liegt nun bei 213.000, während die Short-Positionen 191.000 betragen. Der Vorteil der Bullen ist innerhalb weniger Wochen nahezu vollständig verschwunden.

In der längeren Perspektive zeigen die großen Marktteilnehmer weiterhin starkes Interesse am Euro. Allerdings wirken sich globale Ereignisse – an denen es in den letzten Jahren nicht gefehlt hat – weiterhin auf die Stimmung der Investoren aus. Derzeit richtet sich alle Aufmerksamkeit auf den Nahen Osten, wo sich der Konflikt weiter zuspitzt und geografisch ausweitet. Daher wird der Wechselkurs von Euro und US‑Dollar in naher Zukunft nicht von der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB oder von Konjunkturdaten abhängen, sondern vom Krieg im Iran. Bislang profitiert der US‑Dollar am meisten von dieser Situation.

Nachrichtenkalender für die USA und die Eurozone:

Am 23. März stehen keine wichtigen Konjunkturereignisse an. Der Nachrichtenhintergrund wird die Marktstimmung am Montag nicht beeinflussen.

EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:

Verkaufspositionen waren nach einem Rebound von 1,1577 mit einem Ziel bei 1,1440 möglich. Diese Trades können weiterhin offen gehalten werden. Kaufpositionen konnten nach einem Rebound von 1,1440 mit einem Ziel bei 1,1577 (bereits erreicht) eröffnet werden. Neue Long-Positionen sind nach einem Schlusskurs über 1,1577 mit einem Ziel bei 1,1696 möglich.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart ausgehend von 1,1577–1,2082 und im 4‑Stunden-Chart von 1,1474–1,2082 konstruiert.

Analyst InstaForex
Artikel teilen:
parent
loader...
all-was_read__icon
Sie haben zur Zeit die besten Veröffentlichungen gesehen.
Wir suchen schon etwas Interessantes für Sie...
all-was_read__star
Kürzlich veröffentlicht:
loader...
Neuere Veröffentlichungen...