GBP/USD 5-Minuten-Analyse

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Donnerstag seine träge Abwärtsbewegung in Richtung der Trendlinie fort. Der Aufwärtstrend ist erneut gescheitert, da das britische Pfund in den vergangenen zwei Wochen kein nennenswertes Wachstum verzeichnet hat. Weder die Bank of England noch der Inflationsbericht konnten Unterstützung bieten, da Geldpolitik und makroökonomische Indikatoren für den Markt derzeit keine Rolle spielen. Angesichts der Tatsache, dass sich die Lage im Nahen Osten möglicherweise schon morgen weiter zuspitzen könnte, kaufen Händler erneut vorsichtig den US-Dollar. Diese Käufe sind bislang noch recht verhalten, da es keine Gewissheit über eine neue Eskalation gibt. Allerdings scheint sich eine solche Eskalation abzuzeichnen. Es gibt keine offiziellen Verhandlungen zwischen den USA und Iran; Teheran hat jegliche Vereinbarungen mit Washington kategorisch abgelehnt, und Donald Trump unterhält sein Publikum weiterhin täglich mit widersprüchlichen Aussagen. Vor diesem Hintergrund stützt das aktuelle geopolitische Umfeld offenkundig weder die Aufwertung der britischen Währung noch anderer Risikowährungen.
Aus technischer Sicht besteht der Aufwärtstrend zwar weiterhin, jedoch eher dem Namen nach als tatsächlich im Kursverlauf. Der Preis könnte heute die Linien des Ichimoku-Indikators sowie die Trendlinie nach unten durchbrechen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Anstiegs des US-Dollar nach wie vor höher als die Chance auf ein Wachstum des britischen Pfunds.
Im 5-Minuten-Chart bildeten sich gestern zwei Verkaufssignale, doch angesichts der minimalen Volatilität ergab es keinen Sinn, diese zu handeln. Der Kurs prallte zweimal von dem Linien- und Kurszonencluster bei 1,3350–1,3377 ab, bewegte sich jedoch maximal nur etwa 15 Pips nach unten, was nicht ausreichte, um den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen.
COT-Bericht

Der jüngste COT-Bericht trägt das Datum 17. März. Die Berichte zum Britischen Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial-Trader in den letzten Jahren häufig geändert hat. Die roten und blauen Linien, die die Netto-Positionen der Commercial- und Non-Commercial-Trader darstellen, schneiden sich fortlaufend und verlaufen meist in der Nähe der Nulllinie. Derzeit entfernen sich die Linien voneinander, wobei die Non-Commercial-Trader mit … Verkäufen dominieren. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es nicht überraschend, dass die Nachfrage nach Risikowährungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.
Langfristig setzt sich der Rückgang des Dollars aufgrund der Politik von Trump fort, wie im Wochentimeframe ersichtlich ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und die Fed wird in jedem Fall zur Lockerung der Geldpolitik zurückkehren. Die Dollar-Nachfrage wird in Zukunft so oder so nachlassen. Gegenwärtig stehen jedoch geopolitische Faktoren im Vordergrund und sorgen für starke Unterstützung der US-Währung. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 17. März) schloss die Gruppe der „Non-commercial“ 4.900 BUY-Kontrakte und 23.700 SELL-Kontrakte. Damit erhöhte sich die Netto-Position der Non-Commercial-Trader innerhalb einer Woche um 18.800 Kontrakte.
GBP/USD 1H Analyse

Im Stundenchart bildet das GBP/USD-Paar weiterhin einen schwachen, unsicheren Aufwärtstrend, der kurz davor steht, aufgehoben zu werden. Neue Eskalationen im Nahen Osten, weitere Schocks an den Öl- oder Gasmärkten sowie eine Ausweitung des Konflikts über den Nahen Osten hinaus könnten eine neue Welle von Dollar-Käufen auslösen; daher ist der aktuelle Trend eher formaler Natur. Jede Aufwärtsbewegung der europäischen Währung ist gegenwärtig von sich aus instabil und hängt von den Entscheidungen Trumps ab.
Für den 27. März heben wir die folgenden wichtigen Handelsniveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3201–1,3212, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3350) und die Kijun-sen-Linie (1,3368) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Freitag wird in Großbritannien ein Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht, während in den USA der University of Michigan Consumer Sentiment Index publiziert wird. Theoretisch könnten diese Daten eine leichte Marktreaktion auslösen, doch dürfte diese die übergeordnete technische Gesamtsituation kaum beeinflussen.
Handelsempfehlungen:
Heute können Trader Short-Positionen eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb der Trendlinie festsetzt, mit Kurszielen bei 1,3201–1,3212. Long-Positionen werden interessant mit Zielen bei 1,3456–1,3480, sofern sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,3350–1,3377 etabliert.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus werden durch dicke rote Linien dargestellt, an denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine direkten Quellen für Handelssignale.
Die Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien sind Linien des Ichimoku-Indikators, die aus dem 4-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremniveaus sind dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor bereits abgeprallt ist. Sie stellen Quellen für Handelssignale dar.
Gelbe Linien kennzeichnen Trendlinien, Trendkanäle und andere technische Formationen.
Der Indikator 1 in den COT-Charts zeigt die Nettopositionsgröße für jede Händlerkategorie an.