Analyse des Donnerstagshandels:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte seine leichte Abwärtsbewegung am Donnerstag fort, belastet durch die geopolitische Lage im Nahen Osten. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass die Situation im Nahen Osten trotz der wiederholten Friedensbekundungen von Donald Trump angespannt bleibt. Der US-Präsident hat seine Entscheidung, iranische Energieanlagen anzugreifen, bereits zum zweiten Mal aufgeschoben, doch offizielle Informationen über Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gibt es weiterhin nicht – nur Gerüchte. Entsprechend sehen weder der Ölmarkt noch der Devisenmarkt ausreichende Gründe, um auf ein Deeskalationsszenario zu setzen. Der Ölpreis steigt weiter langsam an, Experten sagen einen Anstieg auf mindestens 150 US‑Dollar pro Barrel voraus, und Händler sehen keinen Anlass, sich vom US‑Dollar zu trennen. Weder in Großbritannien noch in den USA wurden gestern wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, was bereits den zweiten Tag in Folge zu geringer Volatilität führte. Heute könnte sich dieses Muster zum dritten Mal in Folge wiederholen.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurden am Donnerstag zwei Kaufsignale gebildet. Der Kurs prallte zweimal vom Bereich 1,3319–1,3331 nach oben ab. Zu Beginn der US-Handelssitzung konnten Anfänger auf dieses Signal reagieren, Gewinne ließen sich jedoch nur realisieren, wenn die Position nach ein paar Stunden manuell geschlossen wurde. Bis zum Ende des Tages kehrten die Notierungen des Paares in die Spanne 1,3319–1,3331 zurück. Der zweite Abprall bildete sich in der Nacht.
Wie man am Freitag handelt:
Im Stunden-Chart setzt das GBP/USD-Paar seine schwache und unsichere Aufwärtsbewegung fort. Es gibt keine übergeordneten Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des Dollars, daher rechnen wir im Jahr 2026 mit einer Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends aus dem Jahr 2025, der das Paar zumindest auf 1,4000 führen könnte. Dafür wäre jedoch ein Rückgang der weltweiten geopolitischen Spannungen erforderlich.
Am Freitag können Anfänger den Einstieg in Short-Positionen in Erwägung ziehen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3319–1,3331 und der Trendlinie festigt, mit einem Kursziel bei 1,3259–1,3267. Ein Abprall vom Bereich 1,3319–1,3331 eröffnet die Möglichkeit, Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3403–1,3407 einzugehen.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Handelsmarken zu beachten: 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652 und 1,3695–1,3741–1,3751. Heute stehen weder im Vereinigten Königreich noch in den USA wichtige Ereignisse oder Berichte auf dem Programm, allerdings wird in Großbritannien ein Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht, und in den USA erscheint der Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan. In Abwesenheit anderer Nachrichten und Ereignisse können diese Veröffentlichungen eine leichte Marktreaktion auslösen.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale bilden. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.
- Handelsgeschäfte sollten in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität vorliegt und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandsbereich betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Levels, die als Ziele beim Öffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Umgebung platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.