Analyse der Trades am Donnerstag:
1H-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD notierte am Donnerstag schwächer. Am Vortag hatte es über Nacht eine Rede von Donald Trump gegeben, die bei beiden wichtigen Währungspaaren einen Einbruch auslöste. Der US-Präsident hielt erneut eine Reihe völlig widersprüchlicher Aussagen, doch am stärksten wirkten auf die Märkte Formulierungen wie „Wir werden Iran zerstören“ und „Wir werden innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen einen verheerenden Schlag versetzen“. Diese Worte veranlassten Händler und Investoren einmal mehr zur Flucht aus allem, was mit „Risiko“ verbunden ist. Am Donnerstag gab es keine makroökonomischen Impulse, und das technische Bild kann derzeit vernachlässigt werden, da sich der Kurs ausschließlich unter dem Einfluss der Geopolitik bewegt. Im Stunden-Chart haben wir die aufsteigende Trendlinie angepasst, um sie aktuell zu halten, aber in ähnlicher Weise ließen sich andere Trendlinien unendlich oft neu einzeichnen.
5M-Chart des EUR/USD-Paares
Auf dem 5-Minuten-Chart bildeten sich am Donnerstag zwei Handelssignale, von denen jedes zu wünschen übrig ließ. Während der europäischen Handelssitzung konsolidierte sich das Paar unterhalb der Zone 1,1527–1,1531, während es sich in der amerikanischen Sitzung darüber bewegte. So konnten Anfänger zwei Positionen eröffnen, von denen keine nennenswerte Gewinne brachte.Wie man am Freitag handelt:
Im Stundenchart wurde die aufsteigende Trendlinie durchbrochen, und erneut sahen wir keinen deutlichen Aufwärtstrend. Die neue Trendlinie ist eher formaler Natur. Der Markt handelt weiterhin fast ausschließlich auf Basis von Geopolitik und Emotionen. Daher kann sich die „Achterbahnfahrt“ noch lange fortsetzen. Trump provoziert kontinuierlich sowohl Einbrüche als auch Kurssprünge beim US-Dollar.
Am Freitag können Anfänger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1527–1,1531 konsolidiert, mit einem Ziel bei 1,1455–1,1474. Ein Abprall nach oben von der Zone 1,1527–1,1531 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1584–1,1591.
Auf dem 5-Minuten-Chart sind folgende Marken relevant: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Für Freitag sind in der Europäischen Union keine wichtigen Ereignisse angesetzt, während in den USA äußerst wichtige Non-Farm-Payrolls und die Arbeitslosenzahlen veröffentlicht werden. Wir wissen nicht, ob der Markt darauf reagieren wird (eigentlich sollte er es), da er in den letzten eineinhalb Monaten fast den gesamten makroökonomischen und fundamentalen Hintergrund weitgehend ignoriert hat.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Levels) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Level zwei oder mehr Trades auf Basis falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Marken können in einer Range ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf man in den Charts achten sollte:
Unterstützungs- und Widerstandsmarken sind Niveaus, die als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Orders können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.