Analyse von GBP/USD 5M

Das Währungspaar GBP/USD zeigte am gesamten Montag keine nennenswerten Bewegungen. In der ersten Tageshälfte kam es zu einem leichten Anstieg, gefolgt von einem leichten Rückgang in der zweiten Tageshälfte. Logischerweise hätte sich der Anstieg der Notierungen am Nachmittag fortsetzen müssen, da der einzige veröffentlichte ISM Services Index schlechter als erwartet ausfiel. Dennoch gelingt es dem makroökonomischen Hintergrund weiterhin nicht, das Interesse des Marktes zu wecken, sodass es zu uneinheitlichen Bewegungen auf sehr niedrigem Niveau kommt.
Insgesamt hängt das Schicksal des britischen Pfunds am seidenen Faden. Während der Euro die geopolitische Krise einigermaßen überstanden und sich stabilisiert hat, könnte das britische Pfund jederzeit weiter abrutschen. Heute könnte Donald Trump einen weiteren Bombenangriff auf den Iran anordnen, was unweigerlich eine scharfe Reaktion der US‑Verbündeten in der Nahost-Region hervorrufen würde. Sollte es zu einer erneuten Eskalation kommen, könnte der US‑Dollar sich weiter stärken. Dem Dollar fällt es deutlich leichter, Druck auf das britische Pfund als auf den Euro auszuüben.
Aus technischer Sicht ist im Stunden-Chart ein Abwärtstrend erkennbar, doch ist derzeit jeder Trend riskant. Die Bewegungen des Paares wirken zufällig und hängen ausschließlich von geopolitischen Faktoren ab. Der Bereich zwischen 1,3179 und 1,3187 hält das Paar weiterhin im Gleichgewicht am Rand eines Abgrunds, doch neue Ereignisse im Nahen Osten könnten einen weiteren Einbruch auslösen.
Im 5‑Minuten‑Chart wurden gestern drei Handelssignale ausgebildet. Zu Beginn der europäischen Handelssitzung prallte das Paar vom Bereich 1,3201–1,3212 ab und stieg anschließend rasch bis zur kritischen Linie. Darauf folgten zwei Abpraller von der Kijun-sen-Linie, die sich spiegelbildlich zueinander verhielten. Somit konnten Trader eine weitere Short-Position eröffnen, die ebenfalls bis zum Tagesende mit Gewinn geschlossen werden konnte.
COT-Report

Die COT-Berichte für das Britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial Trader in den letzten Jahren stetig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial und Non-commercial Trader darstellen, kreuzen sich häufig und bewegen sich oft nahe der Nulllinie. Derzeit driften die Linien weiter auseinander, wobei Non-commercial Trader überwiegend ... Short-Positionen halten. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es jedoch nicht überraschend, dass die Nachfrage nach Risikowährungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.
Langfristig setzt der Dollar seinen Rückgang aufgrund der Politik von Trump fort, wie im Wochenzeitrahmen (Abbildung oben) zu sehen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern. Derzeit haben jedoch geopolitische Faktoren Vorrang und bieten der US-Währung starke Unterstützung. Laut dem letzten COT-Bericht (vom 31. März) hat die Gruppe der "Non-commercial" 4.800 BUY-Kontrakte eröffnet und 900 SELL-Kontrakte geschlossen. Infolgedessen erhöhte sich die Netto-Position der Non-commercial Trader im Wochenverlauf um 5.700 Kontrakte.
Analyse von GBP/USD im 1-Stunden-Chart

Im Stundenchart hat das GBP/USD‑Paar auf einen weiteren Abwärtstrend umgeschaltet, der jedoch ebenfalls bald wieder aufgehoben werden könnte. Der Markt verfolgt weiterhin aufmerksam die Ereignisse im Nahen Osten, die rund 90 % der Kursbewegungen auslösen. Trotz des deutlichen Rückgangs des Paares im Februar–März sehen wir ihn nach wie vor als Korrektur im langfristigen (Wochen‑)Chart. Der Tageschart signalisiert klar die Fortsetzung eines Aufwärtstrends. Die Geopolitik dominiert weiterhin den Devisenmarkt.
Am 7. April heben wir die folgenden wichtigen Niveaus hervor: 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou‑Span‑B‑Linie (1,3319) und die Kijun‑sen‑Linie (1,3258) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop‑Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku‑Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen zu berücksichtigen ist.
Am Dienstag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse geplant, während in den USA ein bedeutender Bericht zu den Auftragseingängen für langlebige Güter veröffentlicht wird, der als wichtiger Indikator gilt. Der Markt ignoriert jedoch weiterhin nahezu alle makroökonomischen Daten und wird am Dienstag auf eine Lösung im Konflikt zwischen Iran und den USA warten. Daher kann sich das Paar jederzeit abrupt in die eine oder andere Richtung bewegen.
Handelsempfehlungen:
Heute können Trader erwägen, in Short‑Positionen mit Zielbereich 1,3179–1,3187 zu bleiben, da der Kurs von der kritischen Linie abgeprallt ist. Long‑Positionen können mit Ziel bei Senkou Span B erneut eröffnet werden, falls sich der Kurs oberhalb der Kijun‑sen‑Linie stabilisiert.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
- Unterstützungs- und Widerstandsniveaus – dicke rote Linien, an denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
- Kijun‑sen‑ und Senkou‑Span‑B‑Linien – Linien des Ichimoku‑Indikators, die aus dem 4‑Stunden‑Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
- Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.
- Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
- Indikator 1 in den COT‑Charts – die Größe der Netto‑Position jeder Händlerkategorie.