Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Dienstag sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Im Wesentlichen ist der einzige nennenswerte Bericht der Auftragseingang für langlebige Güter in den USA. In Deutschland, dem Vereinigten Königreich und der EU werden die zweiten Schätzungen des Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor (PMI) für März veröffentlicht. Wie groß sind die Chancen, dass der Markt diese Veröffentlichungen überhaupt wahrnimmt – zumal er in den letzten beiden Handelstagen die Non-Farm Payrolls, die Arbeitslosenquoten und den ISM-Index weitgehend ignoriert hat?
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den fundamentalen Ereignissen am Dienstag ragen die Reden der Federal-Reserve-Vertreter Austan Goolsbee und Thomas Jefferson heraus; der Markt ignoriert jedoch weiterhin alle Faktoren, die nicht mit der Geopolitik zusammenhängen. In der vergangenen Nacht drohte Donald Trump erneut Iran und erinnerte daran, dass Amerika das Land am Dienstag angreifen könnte, falls Teheran die Straße von Hormus nicht freigibt und kein Abkommen mit den USA unterzeichnet. Angesichts der Tatsache, dass iranische Offizielle aufgehört haben, Trumps Äußerungen überhaupt zu kommentieren, ist davon auszugehen, dass sich Iran auf einen Angriff auf sein Territorium und einen Vergeltungsschlag gegen seinen Gegner vorbereitet. Gestern nannten offizielle Vertreter Teherans das Ziel – das größte KI-Datenzentrum in Abu Dhabi. Damit ist die Geldpolitik der Zentralbanken derzeit für niemanden von Interesse. Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am zweiten Handelstag der Woche können sich beide Währungspaare in jede Richtung bewegen, da der Markt weiterhin ausschließlich auf geopolitische Nachrichten reagiert, die sich nicht prognostizieren lassen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund in den Spannen von 1,3175–1,3180 und 1,3259–1,3267 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für einen starken und lang anhaltenden Anstieg der US‑Währung (wenn wir alle Faktoren und nicht nur die Geopolitik berücksichtigen), aber in naher Zukunft wird die Geopolitik der Schlüsselfaktor am Devisenmarkt bleiben.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Range) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in diesem Fall ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, die durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt werden.
- Befinden sich zwei Niveaus zu nah beieinander (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even gesetzt werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Niveaus können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der auch als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden oder man verlässt den Markt, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money‑Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.