Handelsrückblick und Tipps für den Handel mit dem Britischen Pfund
Der Test des Kursniveaus von 1,3382 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begann, sich vom Nullpunkt nach unten zu bewegen, was einen korrekten Einstiegspunkt für Short-Positionen im Pfund bestätigte. Der Trade endete jedoch mit einem Verlust, da das Währungspaar anschließend tatsächlich nicht fiel.
Das Fehlen wichtiger Konjunkturdaten aus Großbritannien ermöglichte es dem Pfund, gegenüber dem US‑Dollar leicht zuzulegen. Die Marktlage bleibt relativ unklar, da sich die Anleger vor allem auf makroökonomische Daten aus anderen Regionen, insbesondere den Vereinigten Staaten, konzentrieren. Trotz einer gewissen positiven Dynamik steht die britische Währung weiter unter Druck, bedingt durch Erwartungen in Bezug auf künftige geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten. Der US‑Dollar zeigt seinerseits ein gemischtes Bild. Einerseits stützt die Erwartung zentraler US‑Veröffentlichungen wie BIP und Personal Consumption Expenditures (PCE) Index die Stimmung. Andererseits schwächt das Ausbleiben klar negativer Nachrichten zu Iran den Dollar leicht.
Wie bereits erwähnt, stehen wichtige makroökonomische Indikatoren an, die eine Einschätzung des aktuellen Zustands und der Dynamik der US‑Wirtschaft ermöglichen werden. Zuerst werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Dieser wöchentlich erfasste Indikator reagiert sehr sensibel auf Veränderungen am Arbeitsmarkt. Ein starker Anstieg der Anträge könnte auf zunehmende Entlassungen und eine Verschlechterung der Beschäftigungslage hindeuten. Anschließend betrachten wir die Veränderung des US‑BIP für das 4. Quartal 2025. Diese vierteljährlichen Daten liefern eine breitere Perspektive auf das Wirtschaftswachstum. Positives BIP‑Wachstum spiegelt eine zunehmende wirtschaftliche Aktivität wider.
Besonderes Augenmerk gilt dem US‑Core‑PCE‑Index. Dieses Maß ist der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve, da es ein breiteres Spektrum an Waren und Dienstleistungen abdeckt als der Verbraucherpreisindex und Veränderungen in den Konsumgewohnheiten berücksichtigt.
Für den Intraday‑Handel werde ich mich in erster Linie auf Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund heute beim Erreichen des Einstiegsniveaus um 1,3417 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Ziel bei 1,3448 (dickere grüne Linie). Im Bereich von 1,3448 werde ich Long-Positionen schließen und Verkäufe in Gegenrichtung eröffnen (mit einer erwarteten Bewegung von 30–35 Punkten). Für heute wird mit Kursgewinnen des Pfunds in einem bullischen Markt gerechnet. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus anzusteigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund zu kaufen, falls das Niveau von 1,3395 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Aufwärtsumkehr auslösen. Erwartete Ziele sind 1,3417 und 1,3448.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund zu verkaufen, nachdem es die Marke von 1,3395 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen hat, was zu einem schnellen Rückgang führen sollte. Das Hauptziel für Verkäufer liegt bei 1,3356; dort werde ich aussteigen und sofort Käufe in Gegenrichtung in Erwägung ziehen (mit einer erwarteten Bewegung von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Pfund wird zurückkehren, falls die US-Daten stark ausfallen. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund zu verkaufen, falls das Niveau von 1,3417 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Erwartete Ziele sind 1,3395 und 1,3356.

Chart Notes
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für Käufe
- Dicke grüne Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. -Zone, um Gewinne zu sichern, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Verkäufe
- Dicke rote Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. -Zone, um Gewinne zu sichern, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist
- MACD-Indikator – achten Sie beim Einstieg in Trades auf überkaufte und überverkaufte Zonen
Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten beim Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt zu bleiben, um plötzliche Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders ein, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einzahlung verlieren – insbesondere, wenn Sie kein angemessenes Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Trading-Plan wie den oben skizzierten. Spontane Entscheidungen, die allein auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader eine verlustreiche Strategie.