Der Euro, das Pfund und andere Risikoanlagen haben sich vor dem Hintergrund positiver Nachrichten aus dem Nahen Osten befestigt.
Die guten Nachrichten über die Vorbereitung von Verhandlungen mit dem Ziel, den Krieg zwischen den USA, Iran, Israel und Libanon zu beenden, haben Risikoanlagen zweifellos unterstützt. Diese Meldungen sind ein regelrechter Lichtblick inmitten der anhaltenden geopolitischen Spannungen, die seit Langem auf der Weltwirtschaft und den Energiemärkten lasten. Die Hoffnung auf eine Konfliktlösung hat eine Welle des Optimismus ausgelöst, die sich wiederum an den Finanzmärkten widerspiegelt. Verhandlungen zwischen den USA und Iran werden für den 11. April erwartet, Gespräche zwischen Israel und Libanon sind für den 14. April angesetzt. Der Rückgang geopolitischer Risiken verringert zusätzlich die Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem US‑Dollar und fördert damit Kapitalzuflüsse in höher rentierliche, aber volatilere Anlagen, darunter den Euro und das britische Pfund.
Heute richtet sich die Aufmerksamkeit der Trader auf die Veröffentlichung makroökonomischer Indikatoren aus der Eurozone. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) in Deutschland, einem der wichtigsten Indikatoren für die Inflationsentwicklung in der größten Volkswirtschaft Europas. Hohe Inflationsraten könnten die Europäische Zentralbank unter Druck setzen, eine straffere Geldpolitik zu verfolgen, was sich wiederum auf den Wert des Euro auswirken könnte.
Gleichzeitig wartet der Markt auf Daten zur Entwicklung der Industrieproduktion in Italien. Dieser Indikator bildet den Zustand des verarbeitenden Gewerbes des Landes ab, das eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft der Eurozone spielt.
Für das Vereinigte Königreich sind heute keine Veröffentlichungen vorgesehen, weshalb das Währungspaar GBP/USD in der ersten Tageshälfte voraussichtlich in einer engen Seitwärtsrange gehandelt wird.
Fallen die Daten im Rahmen der Erwartungen der Ökonomen aus, empfiehlt es sich, nach der Mean‑Reversion‑Strategie zu agieren. Weichen die Daten dagegen deutlich nach oben oder unten von den Prognosen ab, ist die Momentum‑Strategie vorzuziehen.
Momentum-Strategie (Breakout):
Für das Währungspaar EUR/USD:
Kauf bei einem Ausbruch über 1,1705, was einen Anstieg des Euro in Richtung 1,1730 und 1,1765 auslösen könnte;
Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,1680, was einen Rückgang des Euro in Richtung 1,1650 und 1,1620 nach sich ziehen könnte;
Für das Währungspaar GBP/USD:
Kauf bei einem Ausbruch über 1,3430, was einen Anstieg des Pfunds in Richtung 1,3454 und 1,3481 auslösen könnte;
Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,3403, was einen Rückgang des Pfunds in Richtung 1,3377 und 1,3343 nach sich ziehen könnte;
Für das Währungspaar USD/JPY:
Kauf bei einem Ausbruch über 159,30, was einen Anstieg des Dollars in Richtung 159,55 und 159,75 auslösen könnte;
Verkauf bei einem Ausbruch unter 159,10, was einen Rückgang des Dollars in Richtung 158,85 und 158,55 auslösen könnte;
Mean-Reversion-Strategie (Retracement):

Für das Währungspaar EUR/USD:
Verkauf, wenn ein Fehlausbruch über 1,1700 vorliegt und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt;
Kauf, wenn ein Fehlausbruch unter 1,1680 vorliegt und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;

Für das Währungspaar GBP/USD:
Verkaufen, wenn sich ein Fehlausbruch über 1,3434 bestätigt und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt;
Kaufen, wenn sich ein Fehlausbruch unter 1,3412 bestätigt und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;

Für das Währungspaar AUD/USD:
Verkaufen, wenn ein Ausbruch über 0,7085 fehlschlägt und der Kurs unter dieses Niveau zurückfällt;
Kaufen, wenn ein Ausbruch unter 0,7061 fehlschlägt und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;

Für das Währungspaar USD/CAD:
Verkaufen, wenn ein Fehlausbruch über 1,3832 erfolgt und der Kurs anschließend unter dieses Niveau zurückfällt;
Kaufen, wenn ein Fehlausbruch unter 1,3816 erfolgt und der Kurs anschließend zu diesem Niveau zurückkehrt;