Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Montag sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen angesetzt. Der einzige Bericht zu den Verkäufen bestehender Eigenheime in den USA ist unter den aktuellen Bedingungen nicht von Bedeutung. Nachdem sich am Sonntag die Hoffnungen auf ein Ende des Krieges im Nahen Osten zerschlagen haben, wird der Markt erneut auf die Entwicklungen im Iran und die Blockade der Straße von Hormus reagieren. Es muss gesagt werden, dass sich die Lage nicht verbessert.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den grundlegenden Ereignissen am Montag hätten die Reden des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank, Luis de Guindos, und des Vertreters der Federal Reserve, Stephen Miran, hervorgehoben werden können, wenn sie eine Bedeutung gehabt hätten. Allerdings ist dies nicht der Fall, da der Markt erneut ausschließlich auf geopolitische Ereignisse reagiert. Im Grunde sind die Nachrichten bereits bekannt. Trump hat beschlossen, die Straße von Hormus für iranische Schiffe zu schließen, damit Teheran sie auch nicht für Ölexporte nutzen kann. Daher steigen die Ölpreise erneut, und der Markt sucht abermals Sicherheit im US‑Dollar.Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am ersten Handelstag der Woche konnten sich beide Währungspaare in jede beliebige Richtung bewegen, da der Markt weiterhin ausschließlich auf geopolitische Nachrichten reagiert, die nicht vorhersehbar sind. Der Euro kann heute aus der Spanne von 1,1655–1,1666 gehandelt werden, während das britische Pfund aus der Spanne von 1,3380–1,3386 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes und anhaltendes Wachstum des US‑Dollars (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), aber kurzfristig könnte die Geopolitik dem US‑Dollar erneut unschätzbare Unterstützung bieten.
Wesentliche Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau zwei oder mehr Trades auf der Grundlage von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Paar zahlreiche Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Auf dem Stundenchart ist es ratsam, MACD‑Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind jene Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufstrades dienen. Take-Profit‑Niveaus können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares entscheidend beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um abrupten Kursumkehrungen entgegen der vorangegangenen Bewegung zu entgehen.
Anfänger im Forex‑Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.