
Der GBP/JPY-Wechselkurs hat die runde Marke von 215,00 überschritten und nimmt nun sein Hoch aus dem Jahr 2008 ins Visier. Zudem stützen die Fundamentaldaten die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends, der in den vergangenen zwei Wochen zu beobachten war.
Trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit infolge des Konflikts mit dem Iran schätzen Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Bank of Japan auf der geldpolitischen Sitzung im April weiterhin als hoch ein. Dies, zusammen mit den Erwartungen einer möglichen Intervention der japanischen Behörden zur Verhinderung einer weiteren Abschwächung der Landeswährung, verschafft dem Yen etwas Unterstützung und erhöht den Druck auf das Währungspaar GBP/JPY. Allerdings wird die positive Stimmung gegenüber dem Yen angesichts wirtschaftlicher Risiken, die mit möglichen externen Energieschocks durch die Instabilität in der Straße von Hormus verbunden sind, in Frage gestellt.
Japan ist stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängig, und die Unsicherheit rund um diese strategisch wichtige Wasserstraße schürt weiterhin die Sorge, dass die Wirtschaft künftig erheblich unter Druck geraten könnte. Dies wiederum belastet den Yen.

Auf der anderen Seite des Währungspaars profitiert das britische Pfund vom schwächeren US‑Dollar und den steigenden Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Bank of England.
Derzeit preisen Händler ab April 2026 etwa 78 Basispunkte zusätzlicher geldpolitischer Straffung ein, was die positive Stimmung im GBP/JPY unterstützt.
Dies schafft zusammen mit der jüngsten Erholung von der wichtigen technischen 100‑Tage‑Simple Moving Average (SMA) einen positiven kurzfristigen Ausblick und deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Kassakurse nach oben gerichtet ist. Daher könnten Rücksetzer als Kaufgelegenheit betrachtet werden und dürften begrenzt bleiben. Die Oszillatoren sind positiv und signalisieren eine Dominanz der Bullen am Markt, während der Relative‑Strength‑Index sich in der Nähe des überkauften Bereichs befindet und damit auf die Möglichkeit einer Korrektur hinweist.