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FX.co ★ GBP/USD Rückblick. 16. April. Die Widerstandsfähigkeit des Pfunds

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Analysen:::2026-04-16T01:58:49

GBP/USD Rückblick. 16. April. Die Widerstandsfähigkeit des Pfunds

GBP/USD Rückblick. 16. April. Die Widerstandsfähigkeit des Pfunds

Das Währungspaar GBP/USD konnte, ähnlich wie das Paar EUR/USD, seine Aufwärtsbewegung am Mittwoch nicht fortsetzen. Es testete zwar die Senkou-Span-B-Linie im Tageschart, scheiterte jedoch beim ersten Anlauf an einem Durchbruch. Wir werten die aktuelle Pause als rein technisch. Das britische Pfund hat sich nach einem Rückgang von fast 700 Punkten schnell und relativ problemlos um mehr als 50 % erholt – und das ohne nennenswerte geopolitische Impulse. Aus diesem Grund sind wir der Ansicht, dass der geopolitische Faktor, wenn er nicht vollständig in den Hintergrund getreten ist, sich zumindest in einer Übergangsphase befindet.

Was bedeutet die Blockade der Straße von Hormus für Donald Trump? Genau genommen nicht allzu viel. Iranische Schiffe können Häfen weder verlassen noch anlaufen, und ausländische Schiffe werden ebenfalls blockiert. Aber welchen konkreten Effekt hat das? Es begrenzt die Finanzströme nach Iran aus dem Ölverkauf. Die Blockade dauert erst zwei Tage an. Wie lange gedenkt Trump, seine Kriegsschiffe im Persischen Golf zu belassen, bevor sie zum Ziel iranischer Raketen und Drohnen werden? Derzeit sind die Medien voll mit Schlagzeilen, wonach die Verhandlungen zwischen Iran und den USA noch heute wiederaufgenommen werden könnten. Daher ist es durchaus möglich, dass Iran nur aus der flüchtigen Hoffnung auf Gespräche mit Washington darauf verzichtet, US-Kriegsschiffe anzugreifen. Ein solcher Zustand kann jedoch nicht ewig andauern. Wenn Iran kein Öl mehr in den Osten verkaufen kann, wird es früher oder später damit beginnen, die US-Marine ins Visier zu nehmen.

Trump dürfte sich dessen sehr bewusst sein. Sollte Iran US-Schiffe angreifen, müsste Washington in gleicher Weise reagieren. Doch wie soll das geschehen, wenn Trump selbst erklärt, der Krieg sei vorbei und alle Ziele seien erreicht? Wie soll das geschehen, wenn eine Fortsetzung des Krieges die Wahlchancen der Republikanischen Partei im November schmälern würde? Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung: Donald Trump hat ein Interesse daran, die Lage im Nahen Osten nicht weiter eskalieren zu lassen, einen erneuten Ausbruch des Konflikts zu verhindern und die US-Schiffe in ihre Heimatstützpunkte zurückzuziehen. Wir gehen davon aus, dass sich die Dinge genau in diese Richtung entwickeln werden.

Einige Analysten haben außerdem berichtet, Trump habe mit der Blockade der Straße von Hormus auch China einen Schlag versetzt. Allerdings entfallen auf iranisches Öl lediglich 8 % der gesamten Ölimporte Chinas. Acht Prozent sind durchaus ein erheblicher Anteil, doch wir sind der Meinung, dass China dieses Problem ohne allzu große Schwierigkeiten bewältigen kann. Damit erweist sich die gesamte Militäroperation im Nahen Osten im Ergebnis als weitgehend sinnlos, während Trump weiter versucht, einer schlechten Lage einen positiven Anstrich zu geben. Es sei daran erinnert, dass Iran seit rund 50 Jahren unter umfassenden Sanktionen lebt und sein Öl nicht auf den Weltmärkten verkaufen kann – und dennoch irgendwie mit einem einmonatigen Exportstopp zurechtkommen wird. Oder sollen amerikanische Schiffe die Straße von Hormus auf unbestimmte Zeit patrouillieren? Iranische Drohnen sehen das anders.

GBP/USD Rückblick. 16. April. Die Widerstandsfähigkeit des Pfunds

Die durchschnittliche Volatilität des GBP/USD-Paares betrug in den letzten 5 Handelstagen 81 Pips, was als „durchschnittlich“ gilt. Am Donnerstag, dem 16. April, erwarten wir Bewegungen in einer Spanne zwischen 1,3488 und 1,3650. Der obere Kanal der linearen Regression hat nach unten gedreht, was auf einen Trendwechsel hinweist. Der CCI-Indikator ist in die überkaufte Zone eingetreten und hat eine „bärische“ Divergenz ausgebildet, was auf eine mögliche Abwärtskorrektur hindeutet.

Nächste Unterstützungszonen:

S1 – 1,3550

S2 – 1,3489

S3 – 1,3428

Nächste Widerstandszonen:

R1 – 1,3611

R2 – 1,3672

R3 – 1,3733

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar GBP/USD setzt seine Erholung nach zwei Monaten geopolitischer Turbulenzen fort. Die Politik von Donald Trump wird weiterhin Druck auf die US-Wirtschaft ausüben; daher erwarten wir 2026 kein Wachstum des Dollars. Somit bleiben Long-Positionen mit Zielen bei 1,3916 und darüber relevant, solange sich der Kurs über dem gleitenden Durchschnitt befindet. Befindet sich der Kurs unter der Linie des gleitenden Durchschnitts, können Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,3367 und 1,3306 auf geopolitischer Grundlage in Betracht gezogen werden. In den vergangenen Monaten waren nahezu alle Nachrichten und Ereignisse für das britische Pfund negativ, was zu einem lang anhaltenden Abwärtstrend geführt hat. Geopolitik bleibt ein Schlüsselfaktor, doch ihr Einfluss lässt nach.

Erklärungen zu den Abbildungen:

Regression Channels helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Zeigen beide in dieselbe Richtung, deutet dies auf einen starken Trend hin.

Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20.0, geglättet) definiert den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die gehandelt werden sollte.

Murray Levels dienen als Kursziele für Bewegungen und Korrekturen.

Volatilitätsniveaus (rote Linien) zeigen auf Basis der aktuellen Volatilität den wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem das Paar am nächsten Tag wahrscheinlich gehandelt wird.

Das Eindringen des CCI-Indikators in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) signalisiert, dass eine Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung bevorstehen könnte.

Analyst InstaForex
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