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FX.co ★ EUR/USD, 17. April: Der Markt glaubt nicht an einen endgültigen Waffenstillstand

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Analysen:::2026-04-17T09:51:35

EUR/USD, 17. April: Der Markt glaubt nicht an einen endgültigen Waffenstillstand

Das Währungspaar EUR/USD setzte am Donnerstag seine Abwärtsbewegung in Richtung des 50,0% Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,1745 fort, nachdem es zuvor vom 61,8% Fibonacci-Level bei 1,1824 abgeprallt war. Daher könnte der Abwärtsdruck heute anhalten. Ein erneuter Rückprall vom Niveau bei 1,1745 würde den Euro unterstützen und eine Aufwärtsbewegung in Richtung 1,1824 begünstigen. Eine Konsolidierung unterhalb von 1,1745 würde die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung des nächsten Korrektur-Levels bei 38,2% – 1,1666 erhöhen.

EUR/USD, 17. April: Der Markt glaubt nicht an einen endgültigen Waffenstillstand

Die Wellenstruktur im Stundenchart ist recht komplex geworden, beginnt sich nun aber zu klären. Ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen Iran und den Vereinigten Staaten hat die Bullen unterstützt und ihnen ermöglicht, eine neue Aufwärtswelle auszubilden. Das Bild erinnert jetzt an den Beginn eines neuen Aufwärtstrends. Am Wochenende hat sich die geopolitische Lage zwar wieder eingetrübt, da die Verhandlungen in Islamabad gescheitert sind; der Waffenstillstand gilt jedoch weiterhin, und die Gespräche könnten diese Woche wieder aufgenommen werden. Dennoch besteht kein Vertrauen in einen erfolgreichen Verlauf der nächsten Gesprächsrunde.

Am Donnerstag gab es nur wenige wichtige globale Ereignisse, und die Marktteilnehmer ignorierten den Inflationsbericht aus der Eurozone weitgehend, so wie viele andere Veröffentlichungen der letzten Wochen. Die Aufmerksamkeit des Marktes bleibt voll und ganz auf die Geopolitik gerichtet. Die jüngste Verlangsamung der Handelsaktivität bedeutet nicht, dass der Nahe Osten für den Markt an Bedeutung verloren hätte. Derzeit warten alle auf die nächste Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA. Sie hätte bereits gestern stattfinden können, doch es gibt weiterhin weder bestätigte Termine noch Fristen für das zweite Treffen in Pakistan. Einige Quellen deuten darauf hin, dass die Gespräche bereits in der kommenden Woche stattfinden könnten. Allerdings läuft der zweiwöchige Waffenstillstand am kommenden Mittwoch aus. Weder Washington noch Teheran wollen in die Feindseligkeiten zurückkehren, daher wird die befristete Waffenruhe höchstwahrscheinlich um weitere zwei Wochen verlängert. Meiner Ansicht nach ist die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Verhandlungsausgangs recht gering. Gleichzeitig gilt jedoch: Wenn beide Seiten keinen Sinn in Gesprächen sähen, würden diese Treffen gar nicht stattfinden. Es ist außerdem zu beachten, dass wir wahrscheinlich nicht mehr als 20 % der verfügbaren Informationen erhalten, sodass es schwierig ist, sich zu den Verhandlungsaussichten mit Sicherheit zu äußern. Vor zwei Wochen hatte sich die Welt auf eine neue Eskalation vorbereitet, doch stattdessen verkündete Trump einen Waffenstillstand.

EUR/USD, 17. April: Der Markt glaubt nicht an einen endgültigen Waffenstillstand

Im 4-Stunden-Chart hat sich das Paar oberhalb des 50,0%-Retracement-Levels bei 1,1778 stabilisiert, was es den Tradern ermöglicht, auf eine weitere Aufwärtsbewegung in Richtung des nächsten Fibonacci-Levels bei 38,2% – 1,1849 zu setzen. Eine Konsolidierung unterhalb von 1,1778 würde den US-Dollar begünstigen und zu einem Rückgang in Richtung 1,1706 und 1,1617 führen. Den Bullen ist es gelungen, aus dem abwärts gerichteten Trendkanal auszubrechen, was solide Perspektiven eröffnet. Derzeit sind keine aufkommenden Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD, 17. April: Der Markt glaubt nicht an einen endgültigen Waffenstillstand

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Händler 778 Long-Positionen und 8.826 Short-Positionen. In den vergangenen sieben Wochen ist der Gesamtvorteil der Bullen verschwunden. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt nun bei 201.000, während sich die Short-Positionen auf 208.000 belaufen. Noch vor zwei Monaten war der Vorteil der Bullen unter den nicht-kommerziellen Händlern mehr als doppelt so groß.

Insgesamt zeigen große Marktteilnehmer langfristig weiterhin starkes Interesse am Euro. Allerdings beeinflussen die weltweiten Entwicklungen – an denen es in den vergangenen Jahren keinen Mangel gab – nach wie vor die Stimmung der Anleger. Besonders im Fokus der Märkte steht der Nahe Osten, wo kein Ende des Konflikts in Sicht ist. Daher werden sich die Wechselkurse von Euro und US-Dollar in der näheren Zukunft nicht an der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB oder an Konjunkturdaten orientieren, sondern am Krieg im Iran. Der Dollar könnte von dieser Situation erneut profitieren.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

Am 17. April enthält der Wirtschaftskalender keine nennenswerten Veröffentlichungen. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung wird am Freitag daher erneut ausbleiben.

EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:

Verkaufspositionen waren nach einem Abprall vom Niveau bei 1,1824 im Stundenchart mit einem Ziel bei 1,1745 möglich. Diese Trades können auch heute noch gehalten werden. Kaufpositionen empfehle ich nach einem Abprall vom Niveau bei 1,1745 mit einem Ziel bei 1,1824 in Betracht zu ziehen.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,2082 bis 1,1410 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474 bis 1,2082 eingezeichnet.

Analyst InstaForex
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