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FX.co ★ EUR/USD – 20. April: Marktstimmung kippt von Optimismus zu Pessimismus

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Analysen:::2026-04-20T10:53:42

EUR/USD – 20. April: Marktstimmung kippt von Optimismus zu Pessimismus

Das Währungspaar EUR/USD stieg am Freitag bis zum 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 1,1824, prallte dort jedoch ab, drehte zugunsten des US-Dollars und fiel bis zum 50,0%-Retracement bei 1,1745. Ein erneuter Abprall von diesem Niveau würde heute den Euro begünstigen und einen erneuten Anstieg in Richtung 1,1824 unterstützen. Ein Durchbruch und eine anschließende Konsolidierung unter 1,1745 würden hingegen die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung des nächsten Fibonacci-Niveaus von 38,2% bei 1,1666 erhöhen.

EUR/USD – 20. April: Marktstimmung kippt von Optimismus zu Pessimismus

Die Wellenstruktur im Stundenchart gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle hat sechs vorherige Hochs durchbrochen, während die letzte abgeschlossene Abwärtswelle nicht in der Lage war, das letzte Tief zu unterschreiten. Ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen Iran und den Vereinigten Staaten unterstützte die Bullen und ermöglichte ihnen die Bildung einer starken Aufwärtswelle. Damit ist der Trend aktuell bullisch. Kurzfristig könnten sich die geopolitischen Spannungen jedoch erneut verschärfen, was den Bären neuen Rückenwind und Selbstvertrauen geben würde. Um den bullischen Trend zu brechen, wären allerdings zwei Abwärtswellen oder ein Durchbruch unter das Tief vom 6. April erforderlich.

Am Freitag gab es nur wenige bedeutende globale Ereignisse, doch gegen Tagesende verkündete Donald Trump, dass eine Einigung mit Teheran erzielt worden sei, wodurch die Straße von Hormus wieder geöffnet wurde. Leider schloss Iran die Meerenge bereits am Samstag erneut, da die USA ihre Blockade der iranischen Häfen nicht aufgehoben hatten. Die Spannungen begannen wieder anzusteigen, nachdem iranische Streitkräfte mehrere Schiffe beschossen hatten, die versuchten, die Meerenge zu passieren. Teheran erklärte, Washington habe die Bedingungen der Wiedereröffnung verletzt, und die Blockade werde wieder aufgenommen, bis US-Schiffe aufhören, iranische Schiffe und andere Handelsschiffe auf dem Weg zu iranischen Häfen zu blockieren. Für heute ist eine neue Verhandlungsrunde zwischen Teheran und Washington angesetzt, doch die Lage bleibt weiterhin angespannt. Gestern erklärte Donald Trump, der Krieg mit Iran werde wieder aufgenommen, falls nicht bald ein Friedensabkommen unterzeichnet werde. Teheran weigert sich weiterhin, angereichertes Uran außer Landes zu exportieren, sodass auch die zweite Verhandlungsrunde scheitern könnte. Nach zwei Wochen Waffenruhe hat sich die Situation im Nahen Osten nicht wesentlich verbessert. Öl startete mit leichten Kursverlusten in die Woche, doch wiederaufgenommene Kampfhandlungen oder gescheiterte Verhandlungen könnten einen erneuten Preisanstieg auslösen.

EUR/USD – 20. April: Marktstimmung kippt von Optimismus zu Pessimismus

Im 4-Stunden-Chart prallte das Paar vom 38,2%-Retracement-Niveau bei 1,1849 nach oben ab, drehte anschließend zugunsten des US-Dollars und konsolidierte sich unter dem 50,0%-Fibonacci-Niveau bei 1,1778. Damit könnte die Abwärtsbewegung sich in Richtung des nächsten Retracement-Niveaus von 61,8% bei 1,1706 fortsetzen. Ein Anstieg über 1,1778 würde den Bullen die Möglichkeit geben, einen neuen Angriff mit Ziel 1,1849 zu starten. Auf den Indikatoren sind derzeit keine sich abzeichnenden Divergenzen zu erkennen.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD – 20. April: Marktstimmung kippt von Optimismus zu Pessimismus

In der letzten Berichts­woche eröffneten professionelle Händler 13.693 Long-Positionen und schlossen 19.866 Short-Positionen. In den vergangenen sieben Wochen ist der bisherige Gesamtvorteil der Bullen jedoch verschwunden. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen beläuft sich nun auf 214.000, während Short-Positionen 188.000 ausmachen. Noch vor zwei Monaten verfügten die Bullen unter den nichtkommerziellen Marktteilnehmern über einen mehr als doppelt so großen Vorteil.

Insgesamt zeigen die Großanleger langfristig weiterhin ein starkes Interesse am Euro. Globale Ereignisse – an denen es in den vergangenen Jahren nicht gemangelt hat – beeinflussen jedoch nach wie vor die Anlegerstimmung. Im Besonderen richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte weiterhin auf den Nahen Osten, wo der Krieg lediglich unterbrochen, aber nicht beendet wurde. Daher werden der Euro-Dollar-Kurs in naher Zukunft weniger von der Geldpolitik der Federal Reserve oder der EZB bzw. von Konjunkturdaten abhängen, sondern stärker von der weiteren Entwicklung des Konflikts mit Iran. Der Dollar kann von dieser Situation nach wie vor profitieren.

Wirtschaftskalender für die USA und die Eurozone:

Am 20. April stehen im Wirtschaftskalender keine wichtigen Veröffentlichungen an. Daher dürfte der Nachrichtenhintergrund die Marktstimmung am Montag kaum beeinflussen.

EUR/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:

Verkaufsgelegenheiten boten sich nach einer Erholung vom Niveau 1,1824 im Stundenchart mit einem Ziel bei 1,1745. Dieses Ziel wurde erreicht. Neue Verkaufschancen können sich ergeben, wenn der Kurs unter 1,1745 schließt, mit einem anschließenden Ziel bei 1,1666. Kaufpositionen werden bei einer Erholung vom Niveau 1,1745 mit einem Ziel bei 1,1824 empfohlen.

Die Fibonacci-Retracement-Niveaus werden im Stundenchart von 1,2082 bis 1,1410 und im 4-Stunden-Chart von 1,1474 bis 1,2082 gezogen.

Analyst InstaForex
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